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Cockpit-Sprecher: Turbulenzen gefährlicher als Blitze
Blitzeinschlag in einen Passagierjet

Cockpit-Sprecher: "In der Regel passiert da nichts"

Blitze (Foto: dpa/dpaweb) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Ein Blitzeinschlag kann einem Passagierjet eigentlich nichts anhaben, so die Vereinigung Cockpit. ]
Ein Blitzeinschlag, der als Ursache des Absturzes eines Air-France-Jets über dem Atlantik am Montag nicht ausgeschlossen wurde, kann einem modernen Passagierjet eigentlich nichts anhaben. Ein Flugzeug sei wie ein Auto ein Faradayscher Käfig, erläutert der Sprecher der Vereinigung Cockpit, Jörg Handwerg: "Der Blitz sucht sich den kürzesten Weg zum Boden und tritt irgendwo wieder aus dem Flugzeug aus."

Die Technik sei so geschützt, dass sie bei einem Blitzeinschlag fast nie beeinträchtigt werde, erklärte der Flugkapitän weiter: "In der Regel passiert da nichts." Da es an Bord je nach Flugzeugtyp bis zu drei unabhängig voneinander arbeitende elektrische Systeme gebe, sei ein Strom-Totalausfall höchst unwahrscheinlich.

Zudem gebe es Notsysteme: Der Airbus A320 beispielsweise verfüge in einer Tragfläche über eine Turbine, die ausgeklappt werden und dann mit Hilfe des Strömungswindes Elektrizität erzeugen könne. In einem Gewitter seien die Turbulenzen für ein Passagierflugzeug ein größeres Problem als Blitze. Deshalb versuche ein Pilot auch, Gewitterfronten zu umfliegen, sagte Handwerg weiter.

Stand: 01.06.2009 16:07 Uhr
 

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