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Sicherheitskräfte stürmten Gefängnis
Mindestens 50 Tote bei Gefängnismeuterei in Venezuela
Bei einer Gefängnismeuterei in der venezolanischen Stadt Uribana sind zahlreiche Menschen getötet worden. Die Tageszeitung "Ultimas Noticias" berichtet auf ihrer Website von 54 Todesopfern, der Fernsehsender "Globovision" von rund 50. Beide berufen sich auf den Direktor des Krankenhauses der Stadt, Ruy Medina. Ihm zufolge wurden auch Dutzende Menschen verletzt.
Offiziell bestätigt wurden die Angaben über Todesopfer bislang nicht. Vizepräsident Nicolas Maduro sprach von einem tragischen Vorfall und kündigte eine offizielle Untersuchung an. Die für die Haftanstalten des Landes verantwortliche Ministerin Iris Varela sagte, die schwere Meuterei sei ausgebrochen, nachdem sich Gefangene gegen die Durchsuchung der Zellen nach illegalen Waffen gewehrt hatten. Ihren Worten zufolge entschlossen sich die Behörden zur Intervention, nachdem sie Hinweise erhalten hatten, dass Zusammenstöße zwischen rivalisierenden Banden drohten, die um die Vorherrschaft in der Haftanstalt kämpfen.
Zwei Stunden nach Beginn des Einsatzes sollen Explosionen zu hören gewesen sein. Vermutlich hatten die Insassen die Sicherheitskräfte daran hindern wollen, in bestimmte Teile des Gefängnisses vorzudringen.
Zahlreiche Tote bei Gefängnismeuterei in Venezuela
M. Polansky, ARD Mexiko City
26.01.2013 10:48 Uhr
Gefängnisse oft überfüllt
In dem Komplex sind den Medienangaben zufolge rund 2500 Männer und etwa 140 Frauen inhaftiert. In Venezuela kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Gefängnissen. Oft handelt es sich um Abrechnungen zwischen rivalisierenden Banden. Erst im vergangenen August waren in dem völlig überfüllten Gefängnis Yare I der Stadt Guatire bei Caracas 25 Häftlinge bei gewalttätigen Kämpfen zwischen Gangs ums Leben gekommen.
Stand: 26.01.2013 05:22 Uhr
