Nicolás Maduro spricht | Bildquelle: REUTERS

Venezuelas Präsident Maduro Versammlungsstart erneut verschoben

Stand: 03.08.2017 07:42 Uhr

Eigentlich hätte sie schon gestern beginnen sollen, dann wurde sie auf heute verschoben - jetzt soll es der Freitag werden: Der Auftakt für Venezuelas heftig umstrittene verfassunggebende Versammlung ist weiter ungewiss. Generalstaatsanwältin Ortega ermittelt wegen möglichen Wahlbetrugs.

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat die konstituierende Sitzung der umstrittenen neugewählten verfassunggebenden Versammlung auf morgen verschoben. Die Sitzung solle "in Frieden" verlaufen, sagte Maduro am Mittwochabend während einer öffentlichen Veranstaltung mit einigen der neuen Vertreter. Die Wahlbehörde des Landes müsse zudem noch 35 Mitgliedern der Versammlung ihre Berechtigungsnachweise übergeben. Ursprünglich sollte die Zeremonie am Donnerstag stattfinden.

Die Opposition hat zu Massenprotesten aufgerufen, es gibt Sorgen vor blutigen Auseinandersetzungen. Bei der Abstimmung am Sonntag standen praktisch nur Vertreter des Regierungslagers zur Wahl. Die Wahl des neuen Gremiums hat zudem weltweite Kritik wegen Betrugsvorwürfen hervorgerufen.

Manipulationsvorwürfe nach Wahl in Venezuela
tagesschau 20:00 Uhr, 03.08.2017, Xenia Böttcher, ARD Mexiko City, zzt. Caracas

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Ermittlungen wegen Verdachts auf Wahlbetrug

Unter anderem behauptet der britische Hersteller einer der Wahlmaschinen in Venezuela, Smartmatic, die Zahlen zur Wahlbeteiligung seien "ohne jeden Zweifel manipuliert" worden. Sie wichen von der tatsächlichen Zahl um eine Million Stimmen ab. Generalstaatsanwältin Luisa Ortega, selbst eine erbitterte Gegnerin Maduros, schaltete sich in den Fall ein und nahm Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug auf. "Ich habe zwei Staatsanwälte beauftragt, gegen die vier Direktoren des Nationalen Wahlrats wegen dieses sehr skandalösen Vorgangs zu ermitteln", sagte sie dem Sender CNN.

Die Leiterin der nationalen Wahlkommission, Tibisay Lucena, wies den Vorwurf der Manipulation zurück. Dieser sei eine "Meinung" eines Unternehmens, das keinen Zugang zu den Daten des Wahlausgangs habe. Ihre Kommission behalte sich das Recht vor, gegen die von ihr als "unverantwortlich" bezeichnete Aussage juristisch vorzugehen.

Verfassunggebende Versammlung und Betrugsvorwürfe in Venezuela
Anne-Katrin Mellmann, ARD Mexiko City
03.08.2017 06:54 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. August 2017 um 04:55 Uhr.

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