Manuel Rosales  (Archivbild von 2006) | Bildquelle: AP

Amnestie zum Jahreswechsel Oppositionelle in Venezuela freigelassen

Stand: 31.12.2016 19:48 Uhr

Zum Jahreswechsel hat Venezuelas sozialistische Regierung sechs Oppositionelle freigelassen. Unter ihnen ist Ex-Präsidentschaftskandidat Rosales. Der südamerikanische Staat steckt tief in einer politischen und wirtschaftlichen Krise.

Die venezolanische Regierung hat den früheren Präsidentschaftskandidaten Manuel Rosales und fünf weitere Oppositionelle aus der Haft entlassen.

Rosales war im Oktober 2015 ins Gefängnis gekommen. Ihm wurde illegale Bereicherung vorgeworfen. Im Jahr 2006 hatte er sich um das Präsidentenamt beworben. Rosales bestätigte seine Freilassung über Twitter. Er ist aber noch unter Hausarrest.

Neben Rosales wurden fünf Aktivisten aus dem Gefängnis entlassen. Der Prominenteste von ihnen ist Gerardo Carrero. Er hatte eine Gruppe Studenten angeführt, die wochenlang vor den UN-Büros in Caracas kampiert hatten. Damit wollten sie auf ein Vorgehen der Regierung gegen Demonstrationen aufmerksam machen, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben gekommen sein sollen.

Venezuelas Opposition fordert die Freilassung aller politischen Gefangenen als Bedingung für einen Dialog mit der Regierung von Staatschef Nicolás Maduro. Der südamerikanische Staat befindet sich in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Das Land mit den größten Ölreserven der Welt leidet zudem unter einer Hyperinflation.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. Dezember 2016 um 18:00 Uhr.

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