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Vatileaks

Urteil im "Vatileaks"-Prozess

Ex-Kammerdiener zu 18 Monaten Haft verurteilt

Im Prozess um die "Vatileaks"-Enthüllungen ist der Ex-Kammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das vatikanische Gericht sprach ihn des Diebstahls schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer zuvor drei Jahre Haft gefordert, die Verteidigung einen Freispruch. Für die Anklage, die auf schweren Diebstahl lautete, wären bis zu vier Jahre Haft möglich gewesen.

18 Monate Haft für Ex-Kammerdiener
T. Kleinjung, ARD Rom zzt. Vatikanstadt
06.10.2012 14:24 Uhr

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Richter Giuseppe Dalla Torre sagte zur Erläuterung des Straßmaßes, es seien mildernde Umstände zu berücksichtigen: Die Grundstrafe betrage zwar drei Jahre, sei aber wegen der Verdienste Gabrieles um den Kirchenstaat um die Hälfte verringert worden. Dazu habe auch Gabrieles "Bewusstsein, den Papst verraten zu haben", beigetragen. Der Kammerdiener hatte in der Befragung vor Gericht gesagt: "Ich fühle mich schuldig, das Vertrauen missbraucht zu haben, das der Heilige Vater in mich gesetzt hatte."

Gabriele hatte außerdem zugegeben, vertrauliche Dokumente aus dem Vatikan kopiert und dem italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi zugespielt zu haben. In der abschließenden Verhandlung des einwöchigen Prozesses bekräftigte er aber erneut, "kein Dieb" zu sein und "aus Liebe zur katholischen Kirche" gehandelt zu haben. Beobachter erwarten, dass der 46-jährige Gabriele nicht unbedingt ins Gefängnis muss. Papst Benedikt XVI. könnte den mehrfachen Familienvater begnadigen.

Gerichtsverhandlung gegen Paolo Gabriele
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Die Gerichtsverhandlung gegen Paolo Gabriele.

Stand: 06.10.2012 12:59 Uhr

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