Papst Franziskus bei einer Messe | Bildquelle: dpa

Papst Franziskus Begnadigung im "Vatileaks"-Fall

Stand: 20.12.2016 21:47 Uhr

Papst Franziskus hat den im "Vatileaks"-Skandal verurteilten Monsignore Balda begnadigt. Der Spanier profitiert von einer Weihnachtsamnestie am Heiligen Stuhl. Er war wegen der Weitergabe vertraulicher Kirchendokumente zu 18 Monaten Haft verurteilt worden.

Papst Franziskus hat den im "Vatileaks"-Skandal verurteilten Monsignore Angelo Lucio Vallejo Balda begnadigt. Der Spanier wurde im Rahmen einer Weihnachtsamnestie unter Auflagen freigelassen. Er war wegen der Weitergabe vertraulicher Kirchendokumente an Journalisten im Juli zu 18 Monaten Haft verurteilt worden.

Der Vatikan teilte mit, Balda habe bereits die Hälfte seiner Strafe abgeleistet und werde deshalb mit sofortiger Wirkung freigelassen. Er bleibe aber vorbestraft.

Heiligsprechung als Geschäft?

Auf Grundlage von Baldas Enthüllungen verfassten die beiden Journalisten Emiliano Fittipaldi und Gianluigi Nuzzi Bücher über Korruption, Veruntreuung und Misswirtschaft im Vatikan. Nuzzi schilderte in "Alles muss ans Licht" unter anderem, dass eine Heiligsprechung eine Art Geschäft sei und bis zu einer halben Million Euro kosten könne. Bereits 2012, im ersten "Vatileaks"-Skandal, hatte Nuzzi Interna aus dem Vatikan verbreitet, die er damals vom Kammerdiener von Papst Benedikt XVI. erhalten haben soll.

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