Souvenirs von Donald Trump und Hillary Clinton am Flughafen von Philadelphia im US-Staat Pennsylvania | Bildquelle: AFP

Swing States im US-Wahlkampf Schwankend zum Sieg?

Stand: 03.11.2016 16:19 Uhr

Es sind die Staaten, über die wohl der Weg ins Weiße Haus führt - die Swing States, die Unentschlossenen. Um diese bemühen sich Republikaner und Demokraten besonders. In diesem Jahr wackelt zudem auch manch eine republikanische Bastion.

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

Florida, Ohio oder Virginia - die Swing States sind umkämpft. Hier hat mal der eine, mal der andere die Mehrheit. Doch dieses Jahr ist vieles anders und in einigen dieser Bundesstaaten hat Hillary Clinton sich einen Vorsprung herausgearbeitet. Nicht umsonst hat ihr Team seit Monaten beispielsweise keine Fernsehspots mehr in Colorado geschaltet.

Wenn man dem Geld, das in Werbung fließt, folgt, erkennt man deutlich, was wirklich aktuell als Swing State gilt, erklärt Gerald Seib vom "Wall Street Journal": "Es gibt vier Staaten, die beide Seiten dieses Mal offenbar noch als umkämpfte Staaten definieren. Das sind: Florida, Pennsylvania, Ohio und North Carolina."

Und genau dort macht in der letzten Woche vor der Wahl Donald Trump mehrfach Station, versucht, die letzten Unentschlossenen für sich zu gewinnen. Trump hat bereits vor Wochen seine Wahlkampfteams in Virginia drastisch verkleinert. Ein Zeichen dafür, dass er diesen Staat offenbar verloren gibt.

Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Miami, Florida, am 2.11.2016 | Bildquelle: AP
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Florida ist als Swing State umkämpft: Während Trump in Miami um Unterstützer wirbt...

Hillary Clinton begrüßt Wähler bei einer Wahlkampfveranstaltung in Lauderhill, Florida, am 2.11.2016 | Bildquelle: AFP
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...schüttelt Clinton zeitgleich in Lauderhill die Hände potentieller Wähler.

Colorado schwankt nicht mehr

Politikprofessor Horst Mewes beobachtet, wie Colorado, der Staat in dem er lehrt, sich verändert: "Es fühlt sich hier nicht mehr an wie in einem Swing State. Es gibt konservative Ecken auf dem Land und die Ballungsgebiete sind liberaler. Das ist wie in anderen Teilen des Landes auch."

Dass Colorado inzwischen womöglich kein Swing State mehr ist, liegt vor allem auch am demographischen Wandel. Immer mehr junge, gut ausgebildete Menschen ziehen an den Fuß der Rocky Mountains. Tendenziell eher Wähler der Demokraten.

Swing States als Testballon

Stephanie Muth von den Denver Metro Young Republicans ist darüber nicht unbedingt glücklich: "Die kommen her mit ihren Idealen. Dabei vergessen sie, dass sie ja aus irgendwelchen Gründen hier her- und irgendwo weggezogen sind."

Dieses Jahr sind jedoch auch Staaten umkämpft, mit denen niemals jemand gerechnet hätte. Staaten wie Utah oder Arizona, die sonst fest in der Hand der Republikaner waren. Der Weg ins Weiße Haus führt über die Swing States. Deshalb sind die Umfragen hier seit Wochen das Material, aus dem die Rechenspiele sind für die Frage, wer am Ende am 8. November die Nase vorn hat.

Kampf um die Swing States
M. Buttler, ARD Washington
03.11.2016 12:33 Uhr

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Über dieses Thema berichtete WDR2 Aktuell am 03. November 2016

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