Trump bei der dritten TV-Debatte | Bildquelle: AP

Trumps Worte zum Wahlausgang Ein Satz, der alles überschattet

Stand: 20.10.2016 18:00 Uhr

Das Trump-Lager ist im Alarmzustand und versucht zu retten, was noch zu retten geht. Dass Trump im TV-Duell offenließ, ob er das Wahlergebnis anerkennt, rüttelt an den Grundfesten der Demokratie. Und es überdeckt, dass auch Clinton Schwächen zeigte.

Von Rolf Büllmann, ARD-Studio Washington

Die Schlagzeilen nach der Debatte hätten ganz anders aussehen können, hätte Donald Trump nur nicht gesagt, dass er nicht versprechen könne, dass er das Wahlergebnis anerkennen wird.

Dieser Satz überschattete alles, sagt Ron Brownstein vom Politmagazin "The Atlantic": "Er war ziemlich effektiv, als es darum ging, konservative Positionen bei nationaler Sicherheit oder bei Abtreibung darzulegen. Aber wenn man sagt, dass man nicht bereit ist, das Wahlergebnis anzuerkennen, dann bringt man nur diejenigen zum Zweifeln, die eh schon in Frage stellen, dass er das Zeug zum Präsidenten hat."

Denn das hat es tatsächlich noch nicht gegeben, dass ein Kandidat bei einer Präsidentschaftswahl erst immer wieder behauptet, es gebe weitverbreiteten Wahlbetrug, und dann andeutet, er werde das Wahlergebnis vielleicht nicht akzeptieren.

Clinton vs. Trump - Die Highlights
20.10.2016

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Trump-Lager im Alarmzustand

Für das Clinton-Team war das eine Steilvorlage. Tim Kaine, Hillary Clintons Vizepräsidentschaftskandidat, sagte: "Die friedliche Machtübergabe ist ein Pfeiler unserer Demokratie. Nach einem Wahlkampf voller Beleidigungen will Trump jetzt diesen Pfeiler einreißen, und ich weiß einfach nicht, warum er so was tun würde."

Das Trump-Lager befindet sich seitdem im Alarmzustand - und muss ziemliche Verrenkungen aufführen. Mike Pence, Trumps Vizepräsidentschaftskandidat, sagt, selbstverständlich werde Trump das Wahlergebnis anerkennen - obwohl Trump genau das nicht gesagt hat.

Wahlkampfmanagerin Kellyann Conway erklärt, man dürfe nicht nur den einen Satz von Trump sehen: "Was Donald Trump gesagt hat - nimmt man alle seine Aussagen zusammen - ist, dass er das Wahlergebnis akzeptieren wird. Aber jeder wartet doch, bis die Ergebnisse vorliegen."

Das lässt sich nur schwer vereinbaren mit dem, was Trump tatsächlich gesagt hat. Dies führte dazu, dass der Journalist David Gregory im Sender CNN sagte: "Vom Vizepräsidentschaftskandidaten bis zur Wahlakampfmanagerin - alle müssen hinter Trump aufräumen und sagen: Hört nicht auf ihn, er will zwar Präsident werden, aber hört nicht auf ihn."

Sandra Ratzow, ARD Washington, mit Einzelheiten zum Duell zwischen Clinton und Trump
ARD-Morgenmagazin, 20.10.2016

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Clinton in Bedrängnis

Knapp drei Wochen noch bis zur Wahl - und die Umfragen belegen, dass Trump auch die dritte Fernsehdebatte gegen Hillary Clinton klar verloren hat. Das ist ein echtes Problem für ihn und seinen Wahlkampf: Denn er liegt klar zurück in den Wahlumfragen und er hätte dringend einen durchschlagenden Erfolg auf großer Bühne gebraucht.

Stattdessen können sich Clinton-Unterstützer wie Neera Tanden hinstellen und über ihre Kandidatin sagen: Hillary Clinton habe eine ziemlich fehlerfreie Show geboten.

Das stimmt einerseits, aber andererseits unterschlägt es, dass Trump Clinton trotzdem einige Mal in Bedrängnis gebracht hat. Nur: Das sind eben nicht die Schlagzeilen nach der Debatte - und dafür hat Donald Trump selbst gesorgt.

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 20. Oktober 2016 um 06:36 Uhr.

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