Kate Perry macht Wahlkampf für Hillary Clinton | Bildquelle: AP

Promis und die US-Wahl Fast alle für Clinton, kaum einer für Trump

Stand: 29.10.2016 18:02 Uhr

Bei einer sehr kleinen Bevölkerungsgruppe hat Donald Trump bei der US-Wahl ganz sicher überhaupt keine Chance: den Prominenten. Nur eine Handvoll von ihnen bekennt sich zu Trump - viel mehr der Berühmten aber machen aktiv Wahlkampf gegen ihn.

Von Martina Buttler, ARD-Hörfunkstudio Washington

Katy Perry hat von Anfang an kein Geheimnis draus gemacht, dass sie Hillary Clinton als Präsidentin wählt. Sie ist immer wieder im Wahlkampf mit ihr aufgetreten.

Und die Liste der Stars, die die erste Präsidentin im Weißen Haus sehen wollen, ist lang: Beyoncé, Pharell Williams, Matt Damon, Alicia Keys, Barbra Streisand, Lady Gaga, Lenny Kravitz, Salma Hayek und, und, und. Vor allem für ihren Gegenkandidaten Donald Trump bleiben oft keine guten Worte übrig wie bei Robert de Niro: "Er sagt, er will Leute, die bei seinen Auftritten protestieren, ins Gesicht schlagen. Ich würde ihm gern mal ins Gesicht schlagen. Wollen wir so einen Typen als Präsidenten? Ich denke nicht."

Meryl Streep auf dem Demokraten-Parteitag | Bildquelle: dpa
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Sonst äußert sich Meryl Streep nicht zur Politik - doch dieses Mal sprach sie sogar auf dem Demokraten-Parteitag.

Robert de Niro | Bildquelle: REUTERS
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Von Robert de Niro gibt es ein viel beachtetes Anti-Trump-Video.

"Es ist unmöglich, dass uns jemand wie Trump repräsentiert"

Die Parteiversammlung der Demokraten im Sommer war so etwas wie ein Who-is-Who des Showbusiness. Selbst Meryl Streep, die sich sonst öffentlich immer heraushält, ist für Hillary auf die Bühne gekommen. Sie konnte nicht anders, erklärt sie: "Als Bürger sind wir verpflichtet, aufzustehen und zu sagen: Es ist unmöglich, dass uns so jemand wie Trump repräsentiert. Jeder ist dazu verpflichtet, selbst so private Menschen wie ich."

Dass er ein Fan der Demokraten ist, dazu steht Leonardo di Caprio schon seit Jahren. Er hatte zum Fundraiser zu sich nach Hause eingeladen. Als er dann kurzfristig Terminprobleme hatte, ist einfach Justin Timberlake eingesprungen und lud alle zu sich und seiner Frau Jessica Biel ein.

Clint Eastwood | Bildquelle: AFP
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Clint Eastwood ist einer der weniger Republikaner in Hollywood.

Mike Tyson | Bildquelle: AP
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Auch Boxlegende Mike Tyson steht zu Donald Trump.

Kaum Promis auf Trumps Seite

Die meisten Promis bekommen das große Laufen, wenn sie Donald Trump sehen. Nur Musiker Kid Rock, Boxer Mike Tyson, Country-Legende Loretta Lynn oder Wrestler Hulk Hogan stehen zu ihm. Auch Clint Eastwood sagte mal: lieber Trump als Clinton. Der Schauspieler hatte sich schon im letzten Wahlkampf für Mitt Romney stark gemacht. Schon da sagte er: "Ich denke es ist Zeit für einen Businessmann. Oder?"

Viele Musiker haben Trump aber im Laufe des Wahlkampfes untersagt, ihre Lieder zu benutzen. Darunter die Rolling Stones, REM, Adele und Elton John. Und Heidi Klum wunderte sich, wie sie auf einmal in den Wahlkampf gezogen wurde, weil Trump sagte, sie sei keine "perfect 10" mehr. Sprich: Sie sei nicht mehr die Crème de la Crème. Darüber lacht das Model und gibt ihre Wahlempfehlung: "Möge die bessere Frau gewinnen."

Wenn es nach den Stars in den USA gegangen wäre, wäre diese Wahl schon vor Monaten glasklar entschieden gewesen.

Promis und die US-Wahl
M.Buttler, ARD Washington
29.10.2016 17:21 Uhr

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