Trump und Obama im Weißen Haus | Bildquelle: dpa

Treffen im Weißen Haus Obama und Trump loben einander

Stand: 10.11.2016 21:36 Uhr

Die Amtsübergabe hat begonnen: Bei einem ersten Treffen im Weißen Haus hat der scheidende Präsident Obama seinem Nachfolger Trump Unterstützung zugesagt. Beide versicherten, alles für eine friedliche Übergabe zu unternehmen - und lobten einander.

US-Präsident Barack Obama hat seinem designierten Nachfolger Donald Trump bei einem Treffen im Weißen Haus seine Unterstützung zugesagt. Seine Regierung werde ihr "Möglichstes" tun, um dem neu gewählten Staatschef zu helfen, sagte Obama nach dem Gespräch mit Trump. "Denn wenn Sie Erfolg haben, dann hat das Land Erfolg."

Er habe ein "ausgezeichnetes Gespräch" mit Trump geführt. Der republikanische Wahlsieger erklärte, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Obama und sei offen für Ratschläge des scheidenden Präsidenten. Bei dem 90-minütigen Treffen seien auch "schwierige" Themen angesprochen worden. "Es war mir eine große Ehre", sagte Trump, "wir haben uns vorher ja noch nie getroffen".

Obama hatte bereits in seiner Rede am Mittwoch zugesagt, alles Mögliche für einen reibungslosen Übergang zu tun, so wie es sein Vorgänger George W. Bush vor acht Jahren für ihn getan habe. Obama wollte auch darüber sprechen, wie das Land nach dem erbitterten Wahlkampf wieder geeint werden kann.

USA nach der Wahl: Trump bei Obama
nachtmagazin 00:00 Uhr, 11.11.2016, Torsten Beermann, ARD Washington

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Trump war mit seinem Privatflugzeug aus New York angereist. Weder während des Fluges noch auf der Fahrt zum Amtssitz des Präsidenten waren Journalisten zugelassen. Während sich die beiden Männer im Oval Office, dem Amtszimmer des Präsidenten, trafen, empfing First Lady Michelle Obama ihre Nachfolgerin Melania Trump gesondert im Weißen Haus.

Schwieriges Verhältnis

Das Verhältnis von Obama und Trump ist äußerst belastet. Der Republikaner war einer der Anführer der sogenannten Birther-Bewegung, die Obama fälschlicherweise unterstellte, er sei nicht in den USA geboren - eine Voraussetzung für das Amt des Präsidenten. Obama wiederum engagierte sich im Wahlkampf für Trumps Rivalin Hillary Clinton und warf ihm vor, ungeeignet für den Posten des Staatsoberhaupts und Oberkommandierenden zu sein.

Auch in ihren politischen Ansichten liegen beide über Kreuz. Trump hat versprochen, einen Großteil wichtiger Maßnahmen Obamas wieder rückgängig zu machen, unter anderem die Gesundheitsreform und das Atomabkommen mit dem Iran.

Trump lädt May ein

Neben dem Besuch im Weißen Haus stand beim designierten Präsidenten Trump ein Telefonat mit der britischen Premierministerin May auf dem Programm. Nach Angaben von Mays Büro habe Trump im Gespräch die besonderen Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien gelobt und die Regierungschefin zu einem Besuch eingeladen. May hob den Informationen zufolge hervor, dass sie die Handelsbeziehungen mit den USA stärken wolle. Großbritannien muss einen eigenen Freihandelsvertrag mit den USA abschließen, wenn es wie geplant die EU verlässt. Der scheidende Präsident Obama hatte einem solchen Vorhaben bei einem Besuch im Frühjahr noch eine Absage erteilt und die Briten mit der Bemerkung verärgert, das Land stehe "hinten in der Schlange", wenn es um Verhandlungen um ein Freihandelsabkommen gehe. Trump selbst hatte im Wahlkampf immer wieder gegen Freihandelsverträge gewettert.

Zudem traf der designierte US-Präsident in Washington Medienberichten zufolge den republikanischen Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Paul Ryan, sowie den Mehrheitsführer des Senats, Mitch McConnell. Nachdem er sich im Wahlkampf nur zurückhaltend für Trump eingesetzt hatte, sprach Ryan von einem "fantastischen, produktiven Treffen". Auch Trump zeigte sich zufrieden: "Ich glaube, wir werden einige absolut spektakuläre Dinge für das amerikanische Volk tun." Zu den Inhalten des Gesprächs nannten beide keine Einzelheiten.

Ausweitung der Proteste befürchtet

In der Nacht zu Donnerstag versammelten sich die Demonstranten zu Anti-Trump Protesten vor dem Trump Tower in New York | Bildquelle: AFP
galerie

In der Nacht zu Donnerstag versammelten sich überall im Land zahlreiche Demonstranten zu Anti-Trump Protesten, wie hier vor dem Trump Tower in New York.

In mehreren Städten stellten sich die Sicherheitskräfte unterdessen auf eine zweite Nacht der Proteste gegen Trump ein. Geplant waren unter anderem Kundgebungen im Zentrum New Yorks, in der Hauptstadt Washington, in Baltimore und an der Universität von Wisconsin. Die Polizei errichtete Barrikaden vor dem Trump Tower in New York und einem erst kürzlich eröffneten Hotel des Milliardärs in Washington.

Aus dem Umfeld von Trump gab es zunächst keine Äußerungen zu den Protesten. Einer der prominentesten Unterstützer des Geschäftsmanns, New Yorks Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani, nannte die überwiegend jungen Demonstranten im Fernsehen aber "einen Haufen verwöhnter Heulsusen". Sie seien beeinflusst von den "linken Bekloppten an den Universitäten", den Professoren.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. November 2016 um 20:00 Uhr.

Darstellung: