Masken von Donald Trump und Hillary Clinton | Bildquelle: AFP

US-Wahlkampf und Halloween Megaseller Trump-Maske

Stand: 31.10.2016 12:57 Uhr

Wer hat Angst vor Donald Trump? Oder vor Hillary Clinton? Viele, wie es scheint. Denn Masken der beiden Präsidentschaftskandidaten sind zu Halloween, ein paar Tage vor der Präsidentschaftswahl, bereits lange ausverkauft.

Von Heribert Roth, ARD-Studio Washington

Nur wenige Meter vom ARD-Studio in Washington entfernt, in Georgetown, schmückt die bunten Häuschen der Grusel-Look: Metergroße Spinnen hängen an den Wänden, Skelette und Hexen halten Wacht vor den Haustüren, und überall hängen Spinnennetze. Besonders beliebt sind in diesem Jahr die Masken der beiden Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump, wobei Donald schon längst ausverkauft ist. Denn der Wahlkampf bestimmt auch das Lieblingsfest vieler Amerikaner.

Eine Hexe auf einer Treppe
galerie

Hexe läaast grüßen: Halloween-"Idylle" in Georgetown

Ein als Pirat verkleidetes Skelett sitzt auf einer Treppe.
galerie

"Viel zum Fürchten, wenig zum Lachen" habe man in diesem Jahr, meinen viele Amerikaner.

"Horror-Wahlkampf passt zu Halloween"

Die 75-jährige Grace, die schon viele Wahlkämpfe und noch mehr Halloween-Feste erlebt hat, wohnt in Georgetown. "Der Horror-Wahlkampf in diesem Jahr passt irgendwie zu Halloween", sagt sie. "Viel zum Fürchten, wenig zum Lachen." Sie freut sich jedenfalls schon auf die verkleideten Kinder, die an Halloween durch ihr Viertel ziehen und "Trick or Treat" - übersetzt heißt das soviel wie "Süßigkeiten oder Streich - Süßes oder Saures" rufen. Denn das sei etwas Abwechslung zum Alltag und besonders zur Schlammlacht zwischen Hillary Clinton und Donald Trump.

Halloween hat in den USA eine lange Tradition anders als in Europa, das, wie beispielsweise Deutschland, den Halloween-Brauch mit Kürbissen, Gruselmasken und Hexenkostümen erst vor gut zehn Jahren so richtig entdeckt hat und auslebt. Ein Riesengeschäft ist es allemal, hier wie jenseits des Atlantiks.

Ein verkleidetes Skelett.
galerie

In Deutschland ist die Vermarktung von Halloween erst in den letzten Jahren in Fahrt gekommen.

Eine schreiende Monsterfigur steht vor einem Haus.
galerie

In den USA gehören geschnitzte Kürbisse und der obligatorische Grusel vor dem Haus schon lange dazu.

Angst vor Grusel-Clowns

In den USA beschäftigt die Amerikaner in diesen Tagen neben dem Wahlkampf noch ein Phänomen, nämlich die gewaltsamen Übergriffe und Auftritte von Grusel-Clowns, und das landesweit. Grace hofft, dass es zumindest im eher beschaulichen Georgetown an Halloween ruhig bleibt. Dieses Jahr sei schon aufregend genug, langsam reiche es, meint sie: "Ich bin froh wenn alles vorüber ist, friedlich - Halloween und die Präsidentschaftswahl."

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. Oktober 2016 um 7:11 Uhr

Darstellung: