Donald Trump und Hillary Clinton | Bildquelle: AP

Vorstellungen von Trump und Clinton Wie wird die US-Außenpolitik?

Stand: 01.11.2016 15:05 Uhr

Die US-Wahl wird auch im Rest der Welt intensiv verfolgt. Denn der Nachfolger Barack Obamas wird auch die Politik bei uns und in anderen Ländern stark beeinflussen. Was aber würde sich unter Clinton oder Trump ändern?

Von Martin Ganslmeier, ARD-Studio Washington

Mit einem Wahlsieg von Donald Trump wäre ein deutlicher Kurswechsel in der US-Außenpolitik verbunden: Trump glaubt nicht an den Klimawandel, er würde aus dem Klimaschutzabkommen von Paris aussteigen, Obamas Energiewende in den USA rückgängig machen, den Atomdeal mit dem Iran kippen und die Verhandlungen um das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP beenden. Keine erfreulichen Aussichten für Europa und Deutschland.

Die Marke Trump bröckelt
nachtmagazin 00:15 Uhr, 02.11.2016, Miriam Braun, ARD New York

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Bundeskanzlerin Angela Merkel müsste sich auf schwierige Gespräche einstellen, zumal Trump die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin mehrfach als Katastrophe bezeichnet hat, die Deutschland ins Chaos gestürzt habe: "Es gibt dort Straßenschlachten und eine Gewalt, die es nie zuvor gab. Wartet bloß mal das Endresultat ab, was mit Deutschland und Merkel passiert. Ich bin kein Fan mehr von ihr, auch wenn ich mit ihr zusammen arbeiten müsste. Nein, ich bin kein Fan mehr von ihr."

Gegen die NATO-"Trittbrettfahrer"

Auch den NATO-Verbündeten will Trump mehr abverlangen: Sie sollen deutlich mehr als bisher für die gemeinsame Verteidigung zahlen. Reichen Verbündeten wie Deutschland, Japan und Saudi-Arabien warf Trump im Wahlkampf immer wieder vor, sie seien "Trittbrettfahrer".

Ein besseres Verhältnis strebt Trump dagegen zu Russland an. Dass Präsident Wladimir Putin Russland wieder stark gemacht habe, imponiert Trump. Gemeinsam mit Putin wolle er den "Islamischen Staat" in kurzer Zeit vernichten. Von einem Tauwetter zwischen Trump und Putin und einem möglichen Ende der Sanktionen könnten Deutschland und Europa durchaus profitieren. Doch ob die Männerfreundschaft zwischen zwei großen Egos wie denen von Trump und Putin von Dauer wäre, das bezweifeln viele Experten.

Merkel-Fan Clinton

Mehr Kontinuität verspricht Hillary Clinton im Weißen Haus. Aus europäischer Sicht steht Clinton für eine Fortsetzung der Politik Obamas in wesentlichen Punkten.

Auch die Chemie zwischen Merkel und Clinton ist gut. Auf die Frage amerikanischer Journalisten, welchen ausländischen Regierungschef sie am meisten bewundere, antwortete Clinton, ohne zu zögern: die deutsche Bundeskanzlerin. "Weil sie eine außerordentlich starke Führerin in schwierigen Zeiten in Europa war." Vor allem Merkels Führungsstärke und Beharrlichkeit während der Euro-Krise habe sie beeindruckt, betonte Clinton, aber auch ihr Mut während der Flüchtlingskrise: "Ich kenne sie seit langer Zeit. Seit den neunziger Jahren. Ich habe viel Zeit mit ihr verbracht. Und ich hoffe, dass ich die Gelegenheit bekomme, mit ihr zusammenzuarbeiten."

Angela Merkel und Hillary Clinton bei der Münchener Sicherheitskonferenz | Bildquelle: REUTERS
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Hillary Clinton und Angela Merkel - hier im Jahr 2011 - verstehen sich seit Jahren gut.

Die Interventionistin

Doch anders als Obama, der gerne vom Rücksitz aus geführt hat, würde Clinton die Führungsrolle der USA wieder stärker ausüben. Während Obama bei Militäreinsätzen äußerst zurückhaltend ist, gilt Clinton als Interventionistin. Sie war für den Irak-Krieg, hat als Außenministerin den Sturz des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafis betrieben und vergeblich versucht, Obama von einem früheren Eingreifen in Syrien zu überzeugen. Als Präsidentin werde sie eine Schutzzone im Norden Syriens einrichten, kündigte sie im Wahlkampf an. Diese müsste allerdings militärisch verteidigt werden und könnte den Konflikt mit Russland weiter verschärfen.

Den russischen Präsidenten Putin hält Clinton für einen KGB-Apparatschik, den sie offensiver als Obama in die Schranken verweisen will. Das könnte neue Konflikte in Europa provozieren.

Was Europa von der neuen amerikanischen Außenpolitik zu erwarten hat
M. Ganslmeier, ARD Washington
01.11.2016 01:17 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 01. November 2016 um 13:00 Uhr im Mittagsecho.

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