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Debatte nach Blutbad in Aurora

Obama und Romney scheuen schärferes Waffenrecht

Auch nach dem Blutbad in Aurora will eine Mehrheit der US-Bürger nicht an den Waffengesetzen rütteln. Das wissen auch Präsident Obama und sein Herausforderer Romney. Keiner von beiden will seine Wahlchancen durch forsche Aussagen zum Waffenrecht gefährden.

Von Anna Engelke, NDR-Hörfunkstudio Washington

US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney
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Mitt Romney will keine republikanischen Wähler durch Aussagen zum Waffenrecht verschrecken.

Man könnte annehmen, ein Massaker wie am vergangenen Freitag in Colorado würde in den USA eine große Debatte über die geltenden Waffengesetze auslösen. Falsch angenommen. Die entscheidenden Figuren bei Demokraten und Republikanern wollen jetzt - vier Monate vor der Präsidentschaftswahl - eine solche Debatte offensichtlich nicht.

"Ich glaube nicht, dass neue Gesetze an einer solchen Tragödie etwas ändern würden", sagte Mitt Romney, der designierte Präsidentschaftskandidat der Republikaner, als Reaktion auf das Blutbad. Kein Wunder, dass Romney lieber die Füße still hält. Konservative Wähler reagieren schnell allergisch, wenn Waffengesetze verschärft werden sollen. Von republikanischer Seite ist also nicht viel zu erwarten. Auch wenn Romney sich in seiner Zeit als Gouverneur von Massachussetts für ein Verbot von Sturmgewehren ausgesprochen hat. Daran wird er heute aber nicht mehr so gerne erinnert.

Leere Worte des Präsidenten

US-Präsident Barack Obama
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US-Präsident Obama beließ es nach dem Blutbad in Aurora bei vagen Aussagen zu möglichen Konsequenzen.

Barack Obama war vor vier Jahren als Präsidentschaftskandidat ebenfalls für ein solches Verbot. Heute ist davon nicht mehr viel übrig. Seine Reaktion auf die zwölf Toten bei der Batman-Premiere: Trost und diese eher allgemein gehaltene Satz: "Ich hoffe, dass wir uns in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten überlegen, was wir gegen diese sinnlosen Gewalttaten tun können, die unserem Land schaden." Das sind leere Worte - denn Präsident Obama hat nicht vor, sich dieses Themas vor der Wahl anzunehmen.

Er und seine Leute können Umfragen lesen. Darin steht schwarz auf weiß: Eine Mehrheit der Amerikaner will ihr in der Verfassung verbrieftes Recht, Waffen zu besitzen, nicht angetastet sehen. Das Thema gilt als politisch hochgefährlich. Die Präsidentschaftswahl im November wird vermutlich äußerst knapp in einigen wenigen Staaten entschieden - wie in Ohio, Pennsylvania oder Florida. Die Menschen dort mögen ihr Recht auf Waffenbesitz besonders gerne. Es sich mit ihnen zu verscherzen, wäre unklug, meint das Obama-Team. Vor allem, da die National Rifle Association (NRA), die mächtige Waffenlobby in den USA, noch stärker gegen den Präsidenten Wahlkampf machen würde als sie das ohnehin schon tut.

Obama und Romney meiden im Wahlkampf das Thema Waffenrecht
A. Engelke, NDR Washington
25.07.2012 03:21 Uhr

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"Waffengewalt in diesem Maß akzeptiert"

"Dieses Land hat offensichtlich sein Schicksal akzeptiert", sagt Tom Mauser. Bei dem Amoklauf an der Columbine High School vor 13 Jahren wurde Mausers Sohn erschossen. Seitdem kämpft er für einen restriktiveren Umgang mit Waffen. "Dieses Land mag nicht glücklich sein mit seinem Schicksal", sagt er. "Aber auf eine deprimierende Weise hat es dieses Maß an Waffengewalt akzeptiert und entschieden, es kann nichts dagegen tun. Es gibt nicht das eine Gesetz, das alles verändert. Aber das ist kein Grund dafür, dieses Problem nicht zu lösen", sagt Mauser fast beschwörend. Auch nach 13 frustrierenden Jahren will er immer noch andere Eltern vor seinem Schicksal bewahren.

Landesweiter Ansturm auf Schusswaffen nach Amoklauf in den USA
tagesschau24 16:00 Uhr, 25.07.2012, Louisa Maria Giersberg, ARD aktuell

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Stand: 25.07.2012 03:02 Uhr

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