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Angeklagter US-Marine handelt Deal aus
500 Dollar Strafe für Schändung von Taliban-Leichen
Ein Unteroffizier der US-Marines, der bei einem Afghanistan-Einsatz auf die Leichen von Taliban-Kämpfern uriniert hatte, ist von einem Militärgericht degradiert und zu einem einmaligen Soldabzug in Höhe von 500 Dollar verurteilt worden.
Wie die Militärzeitung "Marine Corps Times" berichtete, war zunächst eine schwerere Strafe verhängt worden: 30 Tage Arrest, eine Geldstrafe in Höhe von 2000 Dollar sowie 500 Dollar Soldabzug für sechs Monate. Im Vorfeld des Prozesses habe man sich aber im Gegenzug für ein Schuldeingeständnis des 35-Jährigen auf das geringere Strafmaß verständigt, heißt es weiter. Ein Sprecher des Marine Corps in Quantico um US-Bundesstaat Virginia sagte dem Blatt, Joseph Chamblin habe zugegeben, seine Dienstpflichten verletzt zu haben, indem er "unrechtmäßigerweise für Bildaufnahmen mit menschlichen Todesopfern posierte und unrechtmäßigerweise auf die Leiche eines verstorbenen feindlichen Kämpfers urinierte".
Zwei weitere Soldaten, die an dem Vorfall im Sommer 2011 beteiligt waren, sind im August nach einem Schuldeingeständnis mit Strafen durch das US-Militär belegt worden. Bei einem weiteren Beteiligten ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Im Januar dieses Jahres war im Internet ein 39-Sekunden langes Video aufgetaucht, das den Unteroffizier zusammen mit den anderen Marines beim Urinieren auf die blutigen Leichen mehrerer Taliban-Kämpfer in der Provinz Helmand zeigt. Es hatte weltweit für Empörung gesorgt.
Stand: 21.12.2012 10:55 Uhr
