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Eine Frau wird in einem Job-Center in New York beraten (Archivfoto 2009)

US-Arbeitslosigkeit sinkt im August nur leicht

Arbeitsmarkt versetzt Obama einen Tiefschlag

Seit Ende des Zweiten Weltkriegs wurde noch kein US-Präsident wiedergewählt, wenn die Arbeitslosigkeit bei deutlich mehr als sieben Prozent lag. Im August lag die Quote bei 8,1%. Obama-Konkurrent Romney spricht bereits vom Kater nach der Party des Nominierungsparteitags der Demokraten.

Von Andreas Horchler, HR, zzt. in Washington

Barack Obama
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96.000 neue Jobs - Präsident Obama hatte auf mehr gehofft.

Die Zahlen sind schlecht: 96.000 neue Jobs wurden im August geschaffen. Das sind viel weniger als erwartet - Ökonomen hatten mit 125.000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet.

Die zweite Zahl des Tages hört sich erst einmal gut an, ist aber auch schlecht: Die Arbeitslosenquote sank von 8,3 auf 8,1 Prozent. Allerdings nur, weil 368.000 Langzeitarbeitslose nicht mehr glauben, einen Job finden zu können. Deshalb sind sie nicht mehr als arbeitssuchend  gemeldet.

Schlechte Nachrichten für Obama

Dies ist ein Tiefschlag für den Arbeitsmarkt, die Konjunktur und Barack Obama. Der Präsident hatte beim Nominierungsparteitag seiner Partei für Vertrauen und mehr Zeit geworben: Für konkrete Ziele, um neue Jobs zu schaffen, für neue Chancen für die Menschen und für den Wiederaufbau der Wirtschaft auf einem festeren Fundament. Das, sagt der Präsident, sei in den kommenden vier Jahren zu erreichen. "Deshalb kandidiere ich für eine zweite Legislaturperiode als US-Präsident", so Obama in Charlotte.

US-Arbeitsmarktzahlen zeigen deutlich geringeren Jobzuwachs im August als erwartet
A. Horchler, HR Washington
07.09.2012 17:36 Uhr

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Weißes Haus betont lieber die Erfolge

In einer offiziellen Stellungnahme betonte das Weiße Haus, dass in den vergangenen 30 Monaten insgesamt 4,6 Millionen neue Jobs entstanden seien. Und dies nach der größten Krise seit der Großen Depression in den 1930er-Jahren. Der eingeschlagene Weg mit Investitionen in die Infrastruktur, Steuererleichterungen für die Mittelklasse und neuen Arbeitsplätzen im öffentlichen Bereich müsse fortgesetzt werden, so das Weiße Haus.

Arbeitslosigkeit in den USA im August nur leicht gesunken
tagesschau 20:00 Uhr, 08.09.2012, Stefan Niemann, ARD Washington

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Romney: "Kater nach der Party"

Kein US-Präsident wurde nach 1945 wiedergewählt, wenn deutlich mehr als sieben Prozent der Menschen ohne Arbeit waren. Das wissen auch die Republikaner und ihr Spitzenkandidat Mitt Romney. Der Arbeitsmarkt ist deshalb sein Thema. Romney will mehr Wirtschaftsliberalismus, Steuererleichterungen für Reiche, weniger staatliche Intervention. Er beruft sich auf seine Erfahrung als Chef der Investmentfirma Bain Capital.

"Obama und seine Leute haben nie in der Wirtschaft gearbeitet. Sie wissen einfach nicht, wie private Jobs geschaffen werden", wiederholt Romney wieder und wieder. Die neuen Zahlen kommentierte er: "Gestern gab es die Party der Demokraten auf dem Parteitag, heute kommt der Kater."

Bis zur Präsidentenwahl am 6. November werden noch zwei Mal neue Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Um die Jobverluste der Krise auszugleichen, müssten zwei Mal rund 260.000 neue Arbeitsverhältnisse entstehen. Das ist ein großes Ziel für die Regierung Obama. Nicht ganz unmöglich, aber sehr unwahrscheinlich.

Eine Frau wird in einem Job-Center in New York beraten (Archivfoto 2009)
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520.000 neue Jobs bis zur Wahl? Sehr unwahrscheinlich - eine Frau wird in einem Job-Center beraten (Archivfoto 2009)

Stand: 07.09.2012 18:34 Uhr

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