Die Präsidentschaftskandidaten diskutiert mit ihren Konkurrenten in der ersten TV-Debatte der Demokraten | Bildquelle: AFP

Erste TV-Debatte der US-Demokraten Es bleiben nur Clinton und Sanders

Stand: 14.10.2015 07:29 Uhr

Im US-Wahlkampf sind die Kandidaten der Demokraten in den Ring gestiegen. Doch nur zwei Kandidaten wird man sich merken müssen: Hillary Clinton und Bernie Sanders. Der konnte der früheren Außenministerin als einziger das Wasser reichen.

Von Sabrina Fritz, ARD-Hörfunkstudio Washington

Las Vegas, die Stadt der Glückspieler und Boxkämpfer, war die Kulisse für die erste Debatte der Demokraten. Um es vorweg zu sagen: Von den fünf Fightern des Abends muss man sich nur zwei Namen merken. Hillary Clinton und Bernie Sanders. Sie haben diese Debatte dominiert.

Hillary Clinton | Bildquelle: AP
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Neben Ex-Außenministerin Hillary Clinton gilt ...

Bernie Sanders | Bildquelle: dpa
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... Senator Bernie Sanders als Favorit bei den Demokraten.

Alle anderen Bewerber werden in diesem Wahlkampf keine entscheidende Rolle mehr spielen. Als es um den Krieg in Syrien ging, zog Clinton die Karte ihrer außenpolitischen Erfahrung: "Präsident Barack Obama hat mich zur Außenministerin gemacht, er schätzte mein Urteil, ich war in schwierigen Situationen im Weißen Haus." Man merkte Clinton an, dass sie schon viele Fernsehdebatten bestritten hat. Keine Frage konnte sie aus dem Konzept bringen.

Außenpolitisch unerfahren

Bernie Sanders war der einzige Bewerber, der ihr das Wasser reichen konnte. Der 74-Jährige bezeichnete sich selbst als Sozialist. Er wetterte gegen die Großkonzerne und forderte einen ordentlichen Mutterschutz für Frauen in den USA. Außenpolitisch hat er dagegen weniger Erfahrung. Über den russischen Präsidenten Wladimir Putin sagt er: "Ich denke, er bereut, was er auf der Krim getan hat. Ich denke, er bereut, was er in der Ukraine gemacht hat, und jetzt versucht, er sein Gesicht zu wahren."

Einig waren sich die Demokraten, dass Krieg das letzte Mittel sein soll, und keine amerikanischen Bodentruppen in Syrien eingesetzt werden sollen. Stattdessen: Zusammenarbeit mit den arabischen Partnern.

TV-Debatte der US-Demokraten
tagesschau 17:00 Uhr, 14.10.2015, Ina Ruck, ARD Washington

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Schon wieder Clinton?

Vergleicht man die Debatte mit den Republikanern ging es mehr um Inhalte. Die Demokraten haben ihre Anhänger nicht überrascht: Es ging um strengere Waffenkontrollen, mehr Rechte für illegale Einwanderer und mehr Klimaschutz. Clinton wurde gefragt, ob das Land nicht genug habe von den Clintons und Bushs: "Ich will nicht für meinen Nachnamen gewählt werden", sagte sie.

Beim heiklen Thema E-Mail-Affäre bekam Clinton sogar Hilfe von ihrem Konkurrenten Sanders. Clinton hatte als Außenministerin ihre E-Mail auf einem privaten Server gespeichert. Dazu sagte Sanders: "Das amerikanische Volk hat es satt, von ihren blöden E-Mails zu hören." Damit war die Luft aus diesem Thema raus und Clinton hatte das einzige Thema umschifft, das ihr wirklich gefährlich hätte werden könnte.

Man darf gespannt sein, was passiert, sollte der Kampf um das Weiße Haus am Ende tatsächlich zwischen Donald Trump von den Republikanern und Clinton entschieden werden. Diese beiden Kandidaten liegen bei den Umfragen vorne und daran hat auch der gestrige Abend nichts geändert. Trump hat während der Debatte fleißig getwittert - und fand sie sehr langweilig.

Erste Fernsehdebatte der US-Demokraten
S. Fritz, ARD Washington
14.10.2015 07:03 Uhr

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