Rex W. Tillerson | Bildquelle: REUTERS

Trump will Außenminister benennen Alles deutet auf Tillerson

Stand: 13.12.2016 05:33 Uhr

Die US-Medien sind sich einig: ExxonMobil-Konzernchef Tillerson wird Außenminister in der Trump-Regierung. Doch offiziell ist bislang nichts. Nun will Trump die Spekulationen beenden und bekanntgeben, wer das Amt besetzen wird.

Schon seit Tagen spekulieren die amerikanischen Medien, wen der designierte US-Präsident Donald Trump zum Außenminister machen wird. Übereinstimmend gehen die Berichte davon aus, dass es der Topmanager des Mineralölkonzerns ExxonMobil, Rex Tillerson, werden wird. Nun will Trump dem Rätselraten ein Ende setzen.

Trump besetzt Außenministerposten mit ExxonMobil-Konzernchef Tillerson
ARD-Morgenmagazin, 13.12.2016, Sandra Ratzow, ARD Washington

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Er wolle noch am Dienstag bekanntgeben, wer die Position des Secretary of State besetzen wird, kündigte Trump über den Kurznachrichtendienst Twitter an. Zuvor hatten - wie bereits die Fernsehsender NBC und Fox News - die "New York Times" und der TV-Sender CNN berichtet, dass die Wahl des Republikaners auf Tillerson fallen werde. Beide Medien bezogen sich auf nicht genannte Quellen aus Trumps Umfeld.

Donald J. Trump @realDonaldTrump
I will be making my announcement on the next Secretary of State tomorrow morning.

Kritik an Russland-Nähe

Überraschend käme die Entscheidung also nicht - noch am Wochenende hatte Trump den 64-jährigen Geschäftsführer des Ölkonzerns in einem Fernsehinterview hoch gelobt: Tillerson schließe in Russland gute Verträge für sein Unternehmen ab und zeige dabei Weltklasse. Trump selbst hatte während seines Wahlkampfes angekündigt, sich für ein besseres Verhältnis zu Moskau einsetzen zu wollen.

Doch gerade dieses gute Verhältnis, dass Tillerson zu Russland hat - er wurde sogar vom Kreml mit dem "Orden der Freundschaft" ausgezeichnet - sorgte bereits im Vorfeld der offiziellen Bekanntgabe des Außenministerpostens für Kritik an dem möglichen Kandidaten. Unter anderem äußerten die prominenten republikanischen Senatoren John McCain und Lindsey Graham Bedenken gegen die eventuelle Nominierung. Der Senat muss der Besetzung von Kabinettsposten zustimmen.

Politisch ist Tillerson noch unerfahren, auch er kommt - wie auch der künftige Präsident Trump - aus der Geschäftswelt. Seit 2006 steht er als Vorstandsvorsitzender an der Spitze von ExxonMobil.

Romney offenbar aus dem Rennen

Vor Tillerson waren mehrere Kandidaten für die Position des Außenministers im Gespräch gewesen. Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani schied jedoch in der vergangenen Woche als potenzieller Kandidat aus.

Mitt Romney bei seiner Rede in Utah
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Der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney

Und auch der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney scheint endgültig aus dem Rennen zu sein. Auf seinem Facebook-Profil schrieb er, es sei "eine Ehre gewesen, als Außenminister in Betracht gezogen worden zu sein". Er habe große Hoffnung, dass die neue Führung Amerikas dem Land zu mehr Stärke, Wohlstand und Frieden verhelfen werde.

It was an honor to have been considered for Secretary of State of our great country. My discussions with President-elect Trump have been both enjoyable and enlightening. I have very high hopes that the new administration will lead the nation to greater strength, prosperity and peace.

General wird Heimatschutzminister

Gestern hatte Trump das Amt des Heimatschutzministers mit dem ehemaligen Vier-Sterne-General John Kelly besetzt. Das Ministerium mit ungefähr 240.000 Beschäftigten und 22 Unterbehörden ist unter anderem für die Bekämpfung des Terrorismus im Inland, die Sicherung der Grenzen und das Vorgehen gegen illegale Einwanderung zuständig.

General John Kelly (Archiv) | Bildquelle: AP
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General John Kelly (Archiv)

Der 66-Jährige, der erst Anfang des Jahres aus dem Militärdienst ausgestiegen war, gilt als Hardliner. So befürwortet er etwa eine rigorose Absicherung der US-Grenzen. In seinem Amt wird Kelly auch dafür zuständig sein, Wahlankündigungen Trumps umzusetzen, etwa die Abschiebung von Millionen "illegaler Einwanderer" oder den vom künftigen Präsidenten in Aussicht gestellten Bau einer Mauer entlang der Grenze zu Mexiko.

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