Eine Tomahawk-Rakete wird abgefeuert. | Bildquelle: dpa

Nach Giftgaseinsatz USA greifen Luftwaffenbasis in Syrien an

Stand: 07.04.2017 08:17 Uhr

Die USA haben auf den mutmaßlichen Giftgas-Einsatz in Syrien reagiert und eine Luftwaffenbasis in Syrien angegriffen. Dutzende Raketen wurden auf die Basis nahe Homs abgefeuert. Es soll Tote und Verletzte gegeben haben.

Die USA haben als Reaktion auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien rund 60 Tomahawk-Marschflugkörper auf einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe gefeuert. Dies berichteten US-Regierungsvertreter. Die Geschosse seien von zwei Kriegsschiffen im Mittelmeer abgefeuert worden. Der Angriff sei eine Reaktion auf den Vorfall mit Giftgas in der nordsyrischen Stadt Chan Scheichun, bei der mehr als 80 Menschen ums Leben kamen.

Nach Angaben der syrischen Armee sind bei dem Angriff mindestens sechs Menschen getötet worden. Der Gouverneur der Provinz Homs, Talal Barasi, sagte dem regierungsnahen Nachrichtensender Al-Mayadeen, es habe zudem sieben Verletzte gegeben.

Trump ordnet Militärschlag gegen Syrien an
ARD-Morgenmagazin, 07.04.2017, Sandra Ratzow, ARD Washington

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Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach zuvor von vier getöteten Armeeangehörigen, unter ihnen ein General. Der Luftwaffenstützpunkt sei fast vollständig zerstört worden.

Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR) sitzt in Großbritannien und will Menschenrechtsverletzungen in Syrien dokumentieren. Die Informationen der Beobachtungsstelle lassen sich nicht unabhängig überprüfen.  

Erster US-Angriff auf syrische Regierung

Es handelte sich um den ersten amerikanischen Angriff auf die syrische Regierung. Und es ist der deutlichste militärische Schritt des US-Präsidenten Donald Trump seit seiner Amtsübernahme. Trump sagte, der Angriff sei im Interesse der nationalen Sicherheit der USA. Von dem ins Visier genommenen Flugplatz sei vor wenigen Tagen ein Angriff mit Giftgas ausgegangen, sagte Trump.

"Ich rufe heute alle zivilisierten Nationen auf, sich uns anzuschließen", sagte er weiter. Das Blutvergießen müsse beendet werden. Mit dem Giftgasangriff habe Syrien seine internationalen Verpflichtungen und UN-Resolutionen verletzt.

Laut dem US-Verteidigungsministerium wurde Russland vorab über den Luftangriff informiert. Damit sollte ausgeschlossen werden, dass russische Soldaten Opfer des Raketenangriffes werden, hieß es aus dem Pentagon.

US-Außenminister Rex Tillerson wies aber darauf hin, dass es vor der Operation keine Absprache oder Koordinierung mit Moskau gegeben habe. Er erhob schwere Vorwürfe gegen die russische Regierung. Russland habe in seiner Verantwortung versagt. Er verwies auf Zusagen Russlands, chemische Waffen in Syrien zu sichern und zu zerstören. Die russische Regierung hatte zuvor vor "negativen Konsequenzen" von US-Angriffen gegen die syrische Regierung gewarnt.

Putin: Angriff auf souveräne Nation

Russlands Präsident Wladimir Putin hält Agenturberichten zufolge den US-Angriff für eine Aggression gegen eine souveräne Nation. Die Luftangriffe verletzten internationales Recht und seien ein ernsthaftes Hindernis für die Bildung einer internationalen Koalition im Kampf gegen Terrorismus.

US-Luftangriffe: So reagiert Russland
H. Krause, ARD Moskau
07.04.2017 07:41 Uhr

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Der Chef des Verteidigungsausschusses im russischen Parlament, Viktor Oserow, sagte der Agentur RIA, Russland fordere eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates. Der Angriff könnte als Akt der Aggression der USA gegen ein UN-Mitglied gewertet werden.

Syrische Opposition begrüßt Angriff

Die syrische Opposition begrüßte den Angriff. Sie hoffe, dass die US-Offensive fortgesetzt werde, um die syrischen Luftangriffe und den "Einsatz von international geächteten Waffen" zu stoppen, sagte ein Sprecher der syrischen Nationalen Koalition.

S. Ratzow, ARD Washington, zur Entscheidung Trumps zum Luftangriff
ARD Morgenmagazin, 07.04.2017

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Nach Angaben der Vereinigten Staaten hatte die syrische Regierung am Dienstag einen Luftangriff auf Chan Scheichun geflogen und dabei Chlor- sowie ein Nervengas, vermutlich Sarin, eingesetzt. Der US-Angriff erfolgte überraschend, Trump und andere Regierungsvertreter hatten ihre Warnungen am Donnerstag lediglich erhöht. Nach der Veröffentlichung von Bildern des mutmaßlichen Giftgasangriffs hatte sich der Präsident ergriffen gezeigt; die Fotos von den Kindern hätten ihn geprägt und seine Haltung zum Syrienkrieg verändert, sagte er.

Abkehr von Wahlkampfäußerungen

Im Wahlkampf hatte Trump von einem Eingreifen in den Bürgerkrieg stets abgeraten und gefordert, die Staaten dürften nicht in den Konflikt hineingezogen werden. Der Schlag wurde während eines Treffens von Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ausgeführt. Die Vorgängerregierung von Barack Obama hatte mit militärischen Schritten gegen die syrische Regierung lediglich gedroht - sie aber nicht ausgeführt.

Über dieses Thema berichteten am 07. April 2017 die tagesschau um 04:56 Uhr sowie das ARD-Morgenmagazin um 05:38 und 06:42 Uhr.

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