Vom Krieg zerstörter Straßenzug in der syrischen Stadt Aleppo. | Bildquelle: AFP

US-Außenminister besorgt Russische Kampfjets in Syrien?

Stand: 19.09.2015 19:38 Uhr

US-Außenminister Kerry hat Sorge wegen der Verlegung russischer Kampfjets nach Syrien geäußert. Demnach wurden bereits vier Flugzeuge in Westsyrien stationiert. Bisher war nur von russischen Panzern, Artillerie und Soldaten die Rede gewesen.

Russland verstärkt nach US-Angaben seine Militärpräsenz im Bürgerkriegsland Syrien. Demnach verlegte Russland vier Kampfflugzeuge auf einen Stützpunkt in der Stadt Latakia im Westen des Landes. Bisher war nur von russischen Panzern, Artillerie und Soldaten die Rede gewesen.

Russland gibt an, so die IS-Terrormiliz bekämpfen zu wollen. Die USA und ihre Verbündeten führen ebenfalls Luftschläge gegen den sogenannten Islamischen Staat in Syrien und im Irak.

USA besorgt über Kampfjets

US-Außenminister John Kerry äußerte sich besorgt wegen der Kampfjets. Er sei im Gespräch mit Russland, um Zwischenfälle zwischen russischen und amerikanischen Kräften in der Region zu vermeiden, sagte Kerry in London. Am Freitag hatten die Verteidigungsminister der USA und Russlands über Möglichkeiten zur Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien gesprochen. Ein konkretes Ergebnis erzielten sie zwar nicht, man habe sich aber darauf verständigt, über Maßnahmen zur Lösung des Konflikts weiter zu beraten, teilte das US-Verteidigungsministerium mit.

Die westliche Provinz Latakia am Mittelmeer ist eine Hochburg von Anhängern des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, dessen Vorfahren auch von dort stammen. Die US-Regierung sieht die Hilfe Russlands für Assad mit Sorge, versucht aber, mit Moskau zu einer gemeinsamen Haltung im Syrien-Konflikt zu kommen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. September 2015 um 20:00 Uhr.

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