US-Außenminister Tillerson spricht auf einer Konferenz auf dem ASEAN-Gipfel | Bildquelle: AFP

USA und Russland Hauptsache reden

Stand: 06.08.2017 14:57 Uhr

Das Verhältnis zwischen Russland und den USA ist durch gegenseitige Sanktionen am Tiefpunkt. Schlechte Vorzeichen, unter denen die Außenminister, Tillerson und Lawrow, aufeinandertrafen. Immerhin, sie haben miteinander gesprochen und wollen es weiter tun - wie sie recht wortkarg mitteilten.

Viel zu sagen hatten der amerikanische und der russische Außenminister, Rex Tillerson und Sergej Lawrow, der Presse nicht, als sie in der philippinischen Hauptstadt Manila am Rande des ASEAN-Gipfels zusammentrafen. Ein Händedruck, ein Lächeln für die Kameras und ein gemeinsamer Wille: Man will miteinander reden - trotz diplomatischer Beziehungen auf dem Gefrierpunkt.

Eine Stunde lang diskutierten die beiden Politiker hinter verschlossenen Türen. Vorhergehende Fragen, ob die neuen Sanktionen ihre Gespräche beeinflussen könnten, ignorierten beide ganz bewusst. Und als sich die Türen wieder öffneten, war es Lawrow, der ein kurzes Statement abgab - Tillerson verschwand kommentarlos in seinem Wagenkonvoi.

ASEAN-Staaten reden Nordkorea ins Gewissen
tagesschau 20:00 Uhr, 06.08.2017, Philipp Abresch, ARD Singapur

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"Keine Alternative" zum Dialog

Und Lawrow gab lediglich bekannt, dass auf dieses Gespräch weitere folgen sollten. Er glaube daran, dass der gegenseitige Dialog trotz der derzeitigen Spannungen aufrechterhalten werde. "Ich sehe auch keine Alternative", sagte der russische Außenminister. So solle etwa in absehbarer Zeit ein Treffen zwischen einem leitenden Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem UN-Sondergesandten für die Ukraine, dem früheren US-Botschafter Kurt Volker, stattfinden.

Die Ukraine ist ein Streitpunkt, aufgrund dessen die USA neue Sanktionen verhängt hatten. 2014 hatte Russland die Halbinsel Krim im Schwarzen Meer annektiert - die EU und auch die USA verurteilten das Vorgehen als Bruch des Völkerrechts. Doch vor allem wollen die USA mit den Strafmaßnahmen die möglichen Hackerangriffe ahnden, mit denen Moskau den US-Wahlkampf beeinflusst haben soll.

Russland reagiert mit Gegenmaßnahmen

Trump selbst hatte sich gegen die Sanktionen ausgesprochen, er halte sie für einen Fehler. Doch der US-Senat hatte sich nahezu einstimmig für die Maßnahmen ausgesprochen.

Russland reagierte mit scharfer Kritik und verhängte seinerseits Gegenmaßnahmen. Putin kündigte an, 755 amerikanische Diplomaten und Botschaftsangehörige des Landes zu verweisen. Er habe die Hoffnung aufgegeben, dass sich das Verhältnis zwischen den beiden Nationen bald wieder bessern werde.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 06. August 2017 um 15:00 Uhr.

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