Tillerson | Bildquelle: dpa

Ukraine-Konflikt Tillerson stellt Moskau Forderungen

Stand: 16.02.2017 16:40 Uhr

US-Außenminister Tillerson hat Russland aufgefordert, sich im Ukraine-Konflikt an das Minsker Abkommen zu halten. Beim Treffen mit seinem Amtskollegen Lawrow am Rande des G20-Gipfels in Bonn waren auch die amerikanisch-russischen Beziehungen Thema.

Der neue US-Außenminister Rex Tillerson hat Russland aufgefordert, das Minsk-Abkommen zur Beilegung des Konfliktes in der Ukraine zu respektieren. Die USA erwarteten von Russland, dass es sich für eine Entspannung der Lage in der Konfliktregion einsetze, erklärte Tillerson nach seinem ersten Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Rande des G20-Gipfels in Bonn. Tillerson sagte weiter, die USA würden eine Zusammenarbeit mit Russland auf den praktischen Feldern erwägen, "von denen das amerikanische Volk profitiert".

Lawrow sprach von einem pragmatischen Gespräch und sieht eine gute Basis für eine engere Zusammenarbeit. "Es ist klar, dass wir nicht alle Probleme lösen konnten, aber wir haben ein gemeinsames Verständnis, dass wir dort, wo unsere Interessen übereinstimmen, vorankommen müssen", sagte Lawrow. Vor allem im Kampf gegen den Terrorismus hätten Moskau und Washington gemeinsame Interessen. Ein Treffen von Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump werde es geben, sobald die beiden Präsidenten es für möglich halten.

G20-Außenministertreffen
tagesschau 20:00 Uhr, 16.02.2017, Charlotte Gnändiger, WDR

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Ernüchterung in Moskau

Dennoch dürften die Äußerungen Tillersons für eine gewisse Ernüchterung in Moskau sorgen, denn die Differenzen im Ukraine-Konflikt werden damit offensichtlich. Von der neuen US-Regierung unter Trump hatte sich Moskau eigentlich eine Verbesserung der Beziehungen und möglicherweise auch ein Ende der Sanktionen erhofft. Ausgelöst wurden diese Hoffnungen durch Trumps anerkennende Worte über Putin und seine Ankündigung, sich um eine Annäherung an Moskau zu bemühen. Zuletzt hatte Trump allerdings auch von der Notwendigkeit einer Rückgabe der von Russland annektierten Halbinsel Krim an die Ukraine gesprochen - was aus Moskau umgehend zurückgewiesen wurde.

Putin regt Geheimdienst-Kooperation an

Putin hatte sich in der Hoffnung auf bessere Beziehungen jüngst auf die USA zubewegt und zu einer "Wiederherstellung des Dialogs" zwischen dem russischen und dem US-Geheimdienst aufgerufen. Eine bessere Kooperation zwischen den Geheimdiensten sei von "gegenseitigem Interesse", sagte Putin in einer Rede beim Inlandsgeheimdienst FSB.

Doch der Geheimdienst-Kooperation erteilte US-Verteidigungsminister James Mattis beim Treffen der NATO-Minister eine klare Absage. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir noch nicht in der Lage, auf militärischem Gebiet zusammenzuarbeiten, aber unsere politischen Führer werden sich darum kümmern, Gemeinsamkeiten oder einen Weg nach vorn zu finden", sagte er.

Trump "unglaublich hart" mit Russland

Die US-Regierung steht derzeit wegen der Affäre um die Russland-Kontakte von Trump-Vertrauten massiv unter Druck. Am Montag war der Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn wegen falscher Angaben über Telefonate mit dem russischen Botschafter in den USA zurückgetreten. Das Weiße Haus bemüht sich nun, Schaden von Trump selbst abzuwenden. Sein Sprecher Sean Spicer sagte, Trump sei im Umgang mit Russland "unglaublich hart".

US-Verteidigungsminister Mattis | Bildquelle: AFP
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US-Verteidigungsminister Mattis erteilte einer Geheimdienst-Kooperation mit Russland eine klare Absage.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 16. Februar 2017 um 16:22 Uhr.

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