Verletzter Rechtsextremist nach Zusammenstößen in Charlottesville | Bildquelle: REUTERS

Ausnahmezustand in Charlottesville Gewalt bei Demo von US-Rechtsextremen

Stand: 12.08.2017 21:17 Uhr

Auf der einen Seite Hunderte Rechtsextremisten, viele im paramiltärischen Look - auf der anderen Seite ähnlich viele Gegendemonstranten: Im US-Städtchen Charlottesville hat es heftige Krawalle gegeben. Ein Wagen fuhr offensichtlich absichtlich in eine Menge.

Rechtsextreme haben sich im US-Bundesstaat Virginia gewalttätige Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten geliefert. Beide Seiten gingen in Charlottesville mit Schlagstöcken, Flaschen und Wurfgeschossen aufeinander los. Die Polizei sprach auf Twitter von mindestens zwei Verletzten und verhängte ein Versammlungsverbot.

Die Behörden riefen den Ausnahmezustand aus. Eine solche Maßnahme erleichtert es, zusätzliche Sicherheitskräfte heranzuziehen, wenn dies für nötig gehalten wird.

Mitglieder einer rechtsextremen Miliz bei den Demonstration in Charlottesville | Bildquelle: AFP
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An der Demonstration nahmen paramilitärisch ausgestattete Mililzen...

Mitglieder einer rechtsextremen Miliz bei den Demonstration in Charlottesville | Bildquelle: AP
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...und zahlreiche andere US-Rechtsextremisten teil.

Zu den Krawallen kam es vor Beginn eines Marsches unter dem Motto "Vereint die Rechte". Dabei standen Hunderte Rechtsextreme in paramilitärischen Uniformen ebenso vielen Anhängern antifaschistischer Gruppen gegenüber. Unter Buhrufen schwenkten die rechten Teilnehmer die Flagge der sklavenhaltenden Südstaaten aus dem Bürgerkrieg.

Die Polizei trieb die Menge mit Tränengas auseinander und nahm gewalttätige Teilnehmer fest. Zudem räumte sie einen Park und untersagte die geplante Kundgebung.

Die städtischen Behörden meldeten auf Twitter, an einer Kreuzung seien drei Fahrzeuge aufeinander geprallt, mehrere Fußgänger seien verletzt worden. Die Bürger wurden dazu aufgerufen, den Unfallort freizuhalten, damit Helfer dorthin gelangen könnten.

Auto fährt in Demonstration

Später fuhr ein Fahrzeug in eine Gruppe friedlich marschierender Gegendemonstranten. Nachrichtenagenturen berichteten von mindestens einem Verletzten.

Hunderte Demonstranten waren in einer langen Linie marschiert, als das Auto in eine Gruppe von ihnen fuhr. Laut Augenzeugen geschah dies absichtlich. Noch ist unklar, ob es zwischen dem Vorfall und den Zusammenstößen einen Zusammenhang gibt.

Auto rast bei Demonstration in Menschenmenge
12.08.2017

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Streit um Denkmal einer Bürgerkriegs-Generals

Zu der Demonstration aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und US-Präsident Donald Trump unterstützt. Der Protest richtete sich gegen die Stadtverwaltung von Charlottesville. Sie will ein Denkmal des Bürgerkriegs-Generals Robert Lee entfernen lassen, der die Südstaaten-Truppen führte.

Trump verurteilte die Ausschreitungen scharf. In den USA sei kein Platz für solchen "Hass" und solche Gewalt.

Vertreter rechtsextremer Gruppen wie Alt-Right hatten sich nach der Wahl des Republikaners ermutigt geäußert. Kritiker lasteten Trump an, sich nicht genügend von den Rechten distanziert zu haben.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 12. August 2017 um 23:15 Uhr.

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