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Nach Erdogan-Besuch in den USA Türkei bestellt US-Botschafter ein

Stand: 22.05.2017 18:32 Uhr

Der Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan und die gewaltsamen Proteste in Washington haben ein diplomatisches Nachspiel. Die Regierung in Ankara bestellte den US-Botschafter ein. Die Begründung: das aggressive Verhalten von US-Sicherheitskräften.

Die Türkei hat den US-Botschafter in Ankara wegen der Ausschreitungen beim Washington-Besuch von Präsident Recep Tayyip Erdogan einbestellt. Das Außenministerium erklärte, es wolle damit gegen die "Sicherheitsmängel" bei dem Besuch vergangene Woche und gegen das "aggressive und unprofessionelle Verhalten" von US-Sicherheitskräften protestieren.

Ausschreitungen vor türkischer Botschaft in Washington (unkommentiert)
17.05.2017

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Erdogans Besuch war von Zusammenstößen zwischen seinen Anhängern und kurdischen Demonstranten vor der Residenz des türkischen Botschafters überschattet worden. Erdogans Bodyguards wurde vorgeworfen, Demonstranten angegriffen und misshandelt zu haben. Der US-Polizei gelang es erst nach einer Weile, die beiden Seiten zu trennen. Es gab mehrere Verletzte und zwei Festnahmen wegen der Ausschreitungen.

Ausweisung des türkischen Botschafters gefordert

US-Senator John McCain forderte daraufhin die Ausweisung des türkischen Botschafters. Das US-Außenministerium und die Washingtoner Polizei kritisierten den Vorfall.

Das türkische Außenministerium warf den US-Sicherheitskräften nun vor, mit ihrem Verhalten gegenüber den Bodyguards von Außenminister Mevlüt Cavusoglu gegen "diplomatische Regeln" verstoßen zu haben und forderte eine "umfassende Untersuchung".

Erdogans Bodyguards war bereits bei seinem Washington-Besuch im April 2016 vorgeworfen worden, Journalisten beleidigt und Demonstranten misshandelt zu haben. Auch beim Besuch des türkischen Präsidenten zwei Monate zuvor in Ecuador hatte es ähnliche Vorwürfe gegeben.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. Mai 2017 um 17:30 Uhr in den Nachrichten.

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