Ivanka Trump, Tochter des US-Präsidenten Donald Trump, während der Abschlussfeier der olympischen Winterspiele in Südkorea. Neben ihr der Abgesandte Nordkoreas, General Kim Yong Chol. | Bildquelle: AP

Konflikt mit Nordkorea USA reagieren verhalten auf Gesprächsangebot

Stand: 26.02.2018 03:07 Uhr

Die USA haben verhalten auf ein angebliches nordkoreanisches Signal der Gesprächsbereitschaft reagiert. Ob Pjöngjangs Botschaft ein Schritt Richtung Abrüstung sei, werde man noch sehen.

Nach einer angeblichen Gesprächsbereitschaft Nordkoreas im Atomkonflikt setzen die USA aufs Abwarten. Die Regierung von Donald Trump wolle eine "völlige, verifizierbare und unumkehrbare" Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel erreichen, bekräftigte das Weiße Haus in einer schriftlichen Erklärung. "Wir werden sehen, ob Pjöngjangs heutige Botschaft, dass es zu Gesprächen bereit ist, ein erster Schritt auf dem Weg zu einer Denuklearisierung ist." In der Zwischenzeit müssten die USA und die Welt weiter klar machen, "dass Nordkoreas Atom- und Raketenprogramme eine Sackgasse sind".

Die Strategie des "maximalen Drucks" müsse so lange aufrechterhalten bleiben, bis Nordkorea seine Programme aufgebe, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders. Pjöngjang habe eine strahlende Zukunft vor sich, wenn es sich für die Abrüstung entscheide.

US-Präsident Donald Trump bei einem Gala-Dinner im Weißen Haus. | Bildquelle: OLIVIER DOULIERY/POOL/EPA-EFE/RE
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US-Präsident Trump bei einem Gala-Dinner im Weißen Haus. Die USA wollen weiter klar machen, dass Nordkoreas Atom- und Raketenprogramme eine Sackgasse sind.

"Ausreichende Absichten", um ins Gespräch zu kommen

Während der Abschlusszeremonie der Olympischen Winterspiele hatte der südkoreanische Präsident Moon Jae In gesagt, ein Delegierter Nordkoreas habe die Bereitschaft seines Landes verkündet, Gespräche mit den USA führen zu wollen.

Nordkoreas General Kim Yong Chol hatte bei einem Treffen mit Südkoreas Präsidenten Moon Jae In vor der Olympia-Schlussfeier in Pyeongchang mitgeteilt, dass Machthaber Kim Jong Un zu Gesprächen mit den USA über den Atomkonflikt bereit sei. Sein Land habe "ausreichende Absichten", mit den USA ins Gespräch zu kommen, zitierte der Sprecher des Präsidialamtes in Seoul laut Nachrichtenagentur Yonhap den General.

Vorwürfe nach erneuten Sanktionen

Im Zuge der Olympischen Spiele hatte es mehrere Entspannungssignale in dem Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm gegeben. So schickte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un seine Schwester zu den Olympischen Spielen.

Zuletzt hatte sich der Umgang aber wieder verschärft. US-Präsident Donald Trump erließ am Freitag weitere Strafmaßnahmen gegen Nordkorea und drohte mit einer Eskalation des Konflikts. Wenn die Sanktionen nicht funktionierten, müssten die USA zu "Phase 2" übergehen, die sehr hart und für die Welt sehr unerfreulich werden könne, sagte er.

Nordkorea beschuldigte die USA daraufhin, den Konflikt auf der koreanischen Halbinsel mit den neuen Sanktionen zu befeuern und die jüngste Annäherung mit dem Süden sabotieren zu wollen. "Kurz vor dem Ende der Olympischen Spiele laufen die USA Amok", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA das nordkoreanische Außenministerium.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Februar 2018 um 17:17 Uhr.

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