Ein Mann schaut auf ein zerstörtes Haus in Puerto Rico | Bildquelle: AFP

Repräsentantenhaus Milliardenhilfen für US-Katastrophengebiete

Stand: 13.10.2017 06:57 Uhr

Das US-Repräsentantenhaus hat Katastrophenhilfen im Umfang von 36,5 Milliarden Dollar für die von den jüngsten Wirbelstürmen stark betroffenen Gebiete wie Puerto Rico bewilligt. Auch Kalifornien, wo die Zahl der Todesopfer bei Waldbränden stetig steigt, soll geholfen werden.

Das US-Repräsentantenhaus hat mit großer Mehrheit für die Freigabe von mehr als 36 Milliarden Dollar für die von Stürmen und Waldbränden betroffenen Gebiete des Landes gestimmt.

Die Vorlage sieht 18,7 Milliarden Dollar für die US-Katastrophenschutzbehörde Fema vor und 16 Milliarden Dollar für das nationale Hochwasserversicherungsprogramm. 576 Millionen Euro sollen für die Gebiete im Bundesstaat Kalifornien bereitgestellt werden, in denen derzeit schwere Waldbrände wüten. Hier ist die Zahl der Toten zuletzt auf mehr als 30 gestiegen, Hunderte Menschen werden noch vermisst. Mittlerweile stehen nach Behördenangaben 700 Quadratkilometer Fläche in Flammen. Trockener Wind könnte die Brände noch weiter befeuern.

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Waldbrände in Kalifornien

Eine niedergebrannte Wohnhaussiedlung

Trotz des unermüdlichen Einsatzes Tausender Feuerwehrleute breiten sich die Brände in Nordkalifornien immer stärker aus. Schätzungen zufolge sind bereits mehr als 3500 Häuser zerstört. | Bildquelle: AFP

Hilfen für Puerto Rico

Das US-Außengebiet Puerto Rico, das Ende September durch den Hurrikan "Maria" schwer zerstört worden war, soll 1,27 Milliarden Dollar für Lebensmittellieferungen erhalten. Auf der Karibikinsel leben immer noch rund 5700 Menschen in Notunterkünften.

US-Präsident Donald Trump war wiederholt vorgeworfen worden, dass er Puerto Rico bei der Bewältigung der Katastrophe nicht genügend helfe. Vergangene Woche ließ Trump mitteilen, dass er beim Kongress eine Nothilfe für die Insel beantragen wolle. Am Donnerstag sorgte Trump allerdings mit einer Warnung im Kurzmitteilungsdienst Twitter erneut für Verärgerung: Die US-Katastrophenschutzbehörde und die Armee könnten nicht "für immer" in Puerto Rico helfen, schrieb der US-Präsident.

Senat muss zustimmen

Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, erklärte: "Wir müssen den Menschen von Puerto Rico beistehen, die gerade ihre Gemeinden wieder aufbauen." Ryan wollte am Freitag zu einem Besuch auf der Insel aufbrechen. Auch den Opfern der Stürme "Harvey", "Irma" und "Nate" sowie der gegenwärtigen Brände in Kalifornien müsse geholfen werden, erklärte der Republikaner. Vergangenen Monat waren für die Opfer der Stürme "Harvey" und "Irma" in den Bundesstaaten Texas und Florida bereits 15 Milliarden Dollar bewilligt worden.

Nun muss noch der Senat der Freigabe der Gelder zustimmen. Es wird damit gerechnet, dass er nächste Woche nachzieht.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Oktober 2017 um 04:00 Uhr in den Nachrichten.

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