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USA

Keine Einigung im Haushaltsstreit

Die USA steuern auf die "Fiskalklippe" zu

Weiter ist keine Lösung im US-Finanzstreit in Sicht, das Ringen um einen Kompromiss zur Umgehung massiver Steuererhöhungen und Haushaltskürzungen wird sich bis tief in den Silvestertag hinziehen.

Der Senat in Washington werde frühestens am Vormittag (Ortszeit/17.00 Uhr MEZ) über ein Gesetz abstimmen, teilte der demokratische Mehrheitsführer Harry Reid mit. Es gebe noch eine "deutliche Distanz" zwischen seiner Partei und den Republikanern. Noch sei aber Zeit für eine Einigung.

"Fiscal Cliff": Es geht einfach nicht voran
R. Büllmann, BR Washington
31.12.2012 06:19 Uhr

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"Entmutigend"

Rund 24 Stunden vor Fristablauf zogen die Parteispitzen im Senat eine pessimistische Zwischenbilanz. Uneinigkeit herrsche etwa über die Einkommensgrenze für höhere Steuersätze und die Erbschaftssteuer, teilten Vertraute Reids und des republikanischen Minderheitsführers Mitch McConnell mit. "Die Stimmung ist entmutigend", sagte der parteilose Senator Joe Lieberman aus Connecticut. Er wäre schockiert, wenn es am Sonntag noch einen Deal gäbe. "Die Parteien sind weiter voneinander entfernt, als ich bisher geglaubt habe."

Stichwort: Fiskalklippe

Der Begriff Fiskalklippe ("fiscal cliff") bezeichnet drohende automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen, die die US-Wirtschaft belasten könnten. Kann sich US-Präsident Barack Obama bis Januar nicht mit dem Senat und dem Repräsentantenhaus auf einen neuen Haushaltsplan einigen, laufen die Steuervergünstigungen der früheren Regierung von George W. Bush sowie die Hilfen der Regierung von Barack Obama für Arbeitslose und sozial Schwache automatisch aus.

Dies könnte der US-Wirtschaft Schätzungen zufolge rund 600 Milliarden Dollar (470 Milliarden Euro) entziehen und so die konjunkturelle Erholung gefährden. Ökonomen befürchten dann eine Rezession in den USA und auch Folgen für die Weltwirtschaft.

In der Hoffnung auf einen Ausweg aus der Sackgasse habe sich McConnell an Vizepräsident Joe Biden gewandt, der ihm seit Jahren freundschaftlich verbunden ist, hieß es aus informierten Kreisen. Reid erklärte derweil, er stehe in ständigem Kontakt mit Präsident Barack Obama. Dieser hatte zuvor in der Fernsehsendung "Meet the Press" die Republikaner für ein mögliches Scheitern der Gespräche verantwortlich gemacht.

Wenn der Kongress nicht handelt, erhöhen sich zum Jahreswechsel automatisch alle Steuersätze, zudem kommt es zu Haushaltskürzungen nach dem Rasenmäherprinzip. Keine Partei will das. Die Demokraten von US-Präsident Barack Obama beharren für eine Lösung aber darauf, dass Großverdiener künftig mehr Steuern zahlen. Die Republikaner lehnen das kategorisch ab.

Bisher keine Einigung der Verhandlungsführer im US-Haushaltsstreit
tagesthemen 23:15 Uhr, 30.12.2012, Alexandra Fleskes, ARD Washington

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Stand: 31.12.2012 02:42 Uhr

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