Dan Coats | Bildquelle: AP

Trump bestätigt Personalie Coats soll Geheimdienstchef werden

Stand: 07.01.2017 18:18 Uhr

Der frühere Deutschland-Botschafter der USA, Dan Coats, soll neuer nationaler Geheimdienstdirektor werden. Er gilt als gemäßigter Konservativer.

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den früheren US-Botschafter in Deutschland, Dan Coats, für das Amt des nationalen Geheimdienstdirektors nominiert. Das teilte das Trump-Übergangsteam mit. Medien hatten bereits über die Personalie berichtet.

Coats würde im Fall seiner Bestätigung durch den Senat auf James Clapper folgen und hätte die Aufgabe, die 16 Geheimdienste der USA zu koordinieren. Er war von 2001 bis 2005 US-Botschafter in Deutschland. 2011 warf er Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sich mit der deutschen Enthaltung beim Militäreinsatz in Libyen isoliert zu haben. Der 73-jährige Republikaner vertrat noch bis vor kurzem den Bundesstaat Indiana im Senat und war jahrelang Mitglied des Geheimdienstausschusses der Kongresskammer. Er gilt als moderater Konservativer.

Dagegen hat Trump mit Mike Pompeo einen republikanischen Hardliner zum Chef der CIA gemacht.

Präsident misstraut eigenen Diensten

Trump hatte die Arbeit der Geheimdienste in den vergangenen Tagen öffentlich kritisiert. So äußerte er Zweifel an ihrer Einschätzung, dass die russische Regierung hinter Hackerangriffen auf Computer der Demokraten im jüngsten Präsidentschaftswahlkampf steckte und damit gezielt Trump helfen wollte.

Nachdem ihm Geheimdienstchefs am Freitag persönlich über ihre Erkenntnisse unterrichtet hatten, äußerte sich Trump zwar gemäßigter, aber ging nicht so weit, Russland zu kritisieren.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. Januar 2017 um 18:00 Uhr.

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