Donald Trump | Bildquelle: AP

Trump über Comey "Keinen guten Job gemacht"

Stand: 10.05.2017 23:19 Uhr

Der Grund für die plötzliche Entlassung von FBI-Chef Comey ist laut US-Präsident Trump "ganz einfach": Er habe keinen guten Job gemacht. Kritiker sehen das anders und befürchten, dass die Russland-Ermittlungen nun gestoppt werden. 

Von Jan Bösche, ARD-Studio Washington

Die Begründungen des US-Präsidenten kamen per Twitter: FBI-Chef James Comey habe das Vertrauen fast aller in Washington verloren, der Republikaner und Demokraten gleichermaßen. Donald Trump schrieb, sie würden ihm noch danken. Später begründete er den Rauswurf vor laufenden Kameras nur knapp: Comey habe keinen guten Job gemacht, ganz einfach.

Der FBI-Chef war wegen seiner Rolle im Wahlkampf in der Tat umstritten. Zornig waren aber vor allem die Demokraten: Sie warfen und werfen Comey vor, mit seinen Äußerungen zu Hillary Clintons E-Mails sie um den Wahlsieg gebracht zu haben. Präsident Trump lobte Comey damals. Darum stellt sich die Frage: Warum hat Trump ihn ausgerechnet jetzt entlassen?

Trump trifft Außenminister Lawrow in Washington
nachtmagazin 00:00 Uhr, 11.05.2017, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Grund für Rauswurf gesucht

Die erste Begründung aus dem Weißen Haus: Der neue stellvertretende Justizminister habe in einem Brief um Comeys Entlassung gebeten, nachdem er seine Arbeit überprüft hatte. Nun sagte Trump-Sprecherin Sarah Huckabee Sanders, das Vertrauen des Präsidenten in den FBI-Chef sei mit der Zeit immer geringer geworden: "Er überlegt seit seiner Wahl, Direktor Comey zu entlassen. Er hatte am Montag ein Gespräch mit dem stellvertretenden Justizminister und anderen - sie kamen, um ihm ihre Zweifel mitzuteilen. Der Präsident bat sie, das aufzuschreiben - und das ist der Brief, der öffentlich wurde."

Donald J. Trump @realDonaldTrump
The Democrats have said some of the worst things about James Comey, including the fact that he should be fired, but now they play so sad!

Demokraten widersprechen den Versuchen des Weißen Hauses, den stellvertretenden Justizminister zum eigentlichen Auslöser der Entlassung zu machen. Senator Ben Cardin sagte: "Es ist klar: Der Präsident hat sich entschieden und das Justizministerium angewiesen, ihm Gründe für den Rauswurf zu liefern. Die Verantwortung liegt beim Präsidenten. Er hat etwas getan, was in der amerikanischer Politik undenkbar sein sollte: Eine Untersuchung unterbrechen, die sich auch gegen ihn richten könnte."

Der Kommentar von Ina Ruck, ARD Washington
tagesthemen 22:15 Uhr, 10.05.2017

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Über die Russland-Ermittlung gestolpert?

Das FBI ermittelt nämlich, ob und wie das Trump-Wahlkampfteam mit Russland zusammengearbeitet hatte, um die Wahl zu gewinnen. Medien berichten, Trump sei ungehalten, weil diese Ermittlungen so lange dauern. FBI-Chef Comey hatte in der vergangenen Woche offenbar noch versucht, mehr Geld zu bekommen, um die Ermittlungen voranzutreiben. Kritiker sagen: Das alles seien die wahren Gründe, warum Comey gehen musste.

Trump-Sprecherin Huckabee Sanders wies das zurück: "Alle Untersuchungen, die es am Montag gab, gibt es auch noch heute. Wir ermutigen sie, diese Untersuchungen abzuschließen, damit wir das hinter uns lassen können. Damit wir bestätigt bekommen, was wir seit fast einem Jahr sagen: Es gab keine Absprache zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland." Die Trump-Regierung wünsche sich einen baldigen Abschluss der Ermittlungen, um sich auf Dinge konzentrieren zu können, die die meisten Amerikaner beschäftigten.

Demonstranten stehen vor dem Weißen Haus - viele halten Plakate hoch, etwa mit dem Schriftzug: "Wir kämpfen für unser Land." | Bildquelle: REUTERS
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Vor dem Weißen Haus in Washington haben Hunderte Menschen gegen die Entlassung des FBI-Chefs Comey demonstriert.

Lawrow weist Berichte zurück

Eine Einmischung in den US-Wahlkampf wies auch der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen mit Präsident Trump zurück und bezeichnete entsprechende Berichte als "Lärm". Und Russlands Präsident Wladimir Putin zeigte sich in einem Fernsehinterview zuversichtlich, dass Comeys Entlassung keine Auswirkung auf die Beziehungen zwischen beiden Ländern haben werden.

So schnell wird das Thema "Russische Einmischung" in den USA dennoch nicht verschwinden. Im Kongress gibt es Republikaner und Demokraten, die einen Untersuchungsausschuss fordern. Der nächste FBI-Chef wird in seinen Anhörungen auf jeden Fall erklären müssen, wie er zu den Russland-Ermittlungen steht. Einen offiziellen Kandidaten für das Amt gibt es noch nicht.

Trump verteidigt Comey-Entlassung
J. Bösche, ARD Washington
10.05.2017 22:08 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 10. Mai 2017 die tagesthemen um 22:15 Uhr und das nachtmagazin um 00:00 Uhr.

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