Hillary Clinton | Bildquelle: dpa

US-Vorwahlen der Demokraten Clinton triumphiert in South Carolina

Stand: 28.02.2016 07:57 Uhr

Präsidentschaftsbewerberin Clinton hat die Vorwahl der US-Demokraten im Bundesstaat South Carolina deutlich für sich entschieden. Mit dem Sieg über ihren Rivalen Sanders verschafft sich die 68-Jährige Rückenwind vor dem anstehenden "Super Tuesday".

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat Hochrechnungen zufolge die Vorwahl der Demokraten für die US-Präsidentschaftskandidatur im Bundesstaat South Carolina für sich entschieden. Die ehemalige First Lady setzte sich gegen ihren Konkurrenten Bernie Sanders durch.

Nach Auszählung fast aller Wahlbezirke entfielen 73,5 Prozent der Stimmen auf Clinton, während Sanders 26,0 Prozent erhielt. Wählerbefragungen im Auftrag der Nachrichtenagentur AP und mehrerer TV-Sender zeigten, dass die 68-Jährige die Unterstützung von fast 90 Prozent der Afroamerikaner in dem Bundesstaat bekam. Diese Wählergruppe hatte ihr vor acht Jahren noch eine verheerende Vorwahlniederlage gegen Barack Obama beschert. Zudem stimmten die meisten Frauen und Wähler im Alter von mehr als 30 Jahren diesmal für sie.

Hillary Clinton @HillaryClinton
We did it, South Carolina. https://t.co/7qGDnavcID

"An South Carolina, an die Freiwilligen im Zentrum unserer Kampagne, an die Unterstützer, die sie angetrieben haben: Danke", schrieb Clinton auf Twitter. Als ihr Sieg verkündet wurde, brach auf einer Wahlparty in South Carolinas Hauptstadt Columbia ohrenbetäubender Jubel aus. Morgen werde ihre Kampagne landesweit fortgesetzt werden, sagte eine freudestrahlende Clinton. "Wenn wir zusammenstehen, ist keine Barriere zu groß, um durchbrochen zu werden."

Clinton gewinnt Wahl in South Carolina
tagesschau 17:15 Uhr, 28.02.2016, Ina Ruck, ARD Washington

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Sanders gibt sich kämpferisch

Konkurrent Sanders gratulierte Clinton zu "einem sehr starken Sieg", stellte aber zugleich fest, dass seine Kampagne gerade erst beginne. "Unsere politische Revolution an der Basis wächst von Staat zu Staat, und wir werden jetzt nicht anhalten", erklärte er. Er hatte den US-Staat bereits vor dem Ende der Abstimmung verlassen und hielt stattdessen Wahlkampfveranstaltungen in Texas ab. Er rief seinen "maßgeblichen Sieg" im Staat New Hampshire in Erinnerung.

Der dortige Erfolg war allerdings der bislang einzige von Sanders. In Iowa und Nevada hatte dagegen Clinton die Nase vorne behalten. So groß wie in South Carolina war der Vorsprung bislang aber noch nie.

Bernie Sanders @BernieSanders
I am very proud of the campaign we ran and grateful for our grassroots supporters. This campaign is just beginning. https://t.co/bhhL8fXzRq

Spannend für Demokraten und Republikaner wird der 1. März. An diesem "Super Tuesday" finden in mehr als zehn Bundesstaaten Vorwahlen statt. Wegen der großen Zahl der Delegierten könnte hier eine Vorentscheidung fallen.

Die Wahl des nächsten US-Präsidenten ist für den 8. November vorgesehen. Der Demokrat Barack Obama kann nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten.

Vorwahlen der Demokraten in South Carolina
A. Horchler, ARD Washington
28.02.2016 09:06 Uhr

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