Obama und Xi

Ratifizierung des UN-Vertrags von Paris USA und China treten Klimaschutzabkommen bei

Stand: 03.09.2016 14:05 Uhr

Die USA haben sich Chinas Ratifizierung des UN-Klimaabkommens angeschlossen. US-Präsident Obama sprach von einem "entscheidenden Schritt zur Rettung unseres Planeten". Das Abkommen soll die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad begrenzen.

Die USA und China sind dem Klimaschutzabkommen von Paris formell beigetreten. US-Präsident Barack Obama und sein chinesischer Kollege Xi Jinping übergaben UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vor dem G20-Gipfel in Hangzhou die entsprechenden Dokumente, mit denen ihre Länder Vertragspartner des Abkommens werden.

Obama erklärte, die USA seien entschlossen, zu den weltweit führenden Nationen im Kampf gegen den Klimawandel zu werden. Das Abkommen könnte in die Geschichte eingehen als "der Moment, in dem wir uns endlich entschlossen haben, unseren Planeten zu retten", sagte Obama. Xi bezeichnete das Abkommen als Meilenstein, der das "Entstehen eines globalen Regierungssystems" für den Klimawandel markiere.

Die Ergebnisse des Klimagripfels
14.09.2016

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Wichtiger Schritt für Inkrafttreten des Abkommens

Das Abkommen soll die gefährliche Erderwärmung auf weniger als zwei Grad begrenzen. Die Vertragsstaaten sollten sich aber anstrengen, sie bei 1,5 Grad zu stoppen. Es tritt in Kraft, sobald zwei Voraussetzungen erfüllt sind: Es muss von mindestens 55 der 195 Unterzeichnerstaaten ratifiziert werden, die für mindestens 55 Prozent des weltweiten Treibhausgas-Ausstoßes verantwortlich sind.

Mit China und den USA steigt die Zahl der zum Abkommen beigetretenen Länder auf 26 an - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Inkrafttreten des Abkommens. China ist für rund 25 Prozent des globalen Kohlendioxid-Ausstoßes verantwortlich, auf dem zweiten Platz folgen die USA mit rund 15 Prozent. Die 24 Länder, die den Schritt der Ratifizierung bereits zuvor getan haben, verursachen zusammen nur für ein Prozent der weltweiten Emissionen.

Die Generalsekretärin des UN-Klimasekretariats dankte China und den USA für die Ratifizierung des Pariser Klimaschutzabkommens. Patricia Espinosa erklärte, das Abkommen biete die Chance auf eine nachhaltige Zukunft für jedes Land und jeden Menschen. Je früher Paris vollständig ratifiziert und umgesetzt werde, «"desto sicherer wird diese Zukunft werden", fügte Espinosa hinzu.

Deutschland hat nicht ratifiziert

Deutschland hat das Abkommen bislang nicht ratifiziert. Ban zeigte sich in Hangzhou "optimistisch", dass das Abkommen noch in diesem Jahr in Kraft treten könne. Die Vereinbarung sieht vor, dass bis zur Mitte des Jahrhunderts weltweit Treibhausgasneutralität erreicht sein soll. Das bedeutet: Alle Länder dürfen nur noch so viele Treibhausgase ausstoßen, wie der Planet natürlicherweise aufnehmen kann. Dies könnte etwa mit Aufforstung erreicht werden, denn Bäume binden das Treibhausgas CO2.

Für viele Forscher bedeutet dies aber auch, dass die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas zwischen 2050 und 2070 enden muss, denn Kohlendioxid ist sehr langlebig. Desweiteren sind in dem Abkommen finanzielle und technische Unterstützung für Entwicklungsländer vorgesehen. Von 2020 bis 2025 sollen die Industriestaaten jährlich rund 90 Milliarden Euro für den Klimaschutz in diesen Staaten bereitstellen. Wichtige Teile der Vereinbarung sind völkerrechtlich verbindlich. Es gibt jedoch keine Strafen bei Nichterfüllung der Zusagen.

Darstellung: