Blizzard in USA | Bildquelle: dpa

Schwerer Schneesturm an US-Ostküste Wegen "Jonas" sollen alle zu Hause bleiben

Stand: 23.01.2016 09:56 Uhr

Einer der schwersten Schneestürme der vergangenen Jahre hat den Osten der USA erreicht. Zehntausende Menschen sind ohne Strom. Auf den verschneiten und vereisten Straßen gab es zahlreiche Unfälle. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

Der angekündigte Schneesturm hat den Osten der USA erreicht. Medienberichten zufolge kamen mindestens acht Menschen bei witterungsbedingten Verkehrsunfällen ums Leben. Die Behörden befürchten bis zu 60 Zentimeter Neuschnee und forderten Millionen Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen.

"Schwerer Schneefall, zunehmender Wind, Gefahr von Blitzeinschlägen", twitterte der Wetterdienst NWS und warnte vor "einer Bedrohung für Leben und Besitztümer". Die Blizzard-Warnung galt für ein Gebiet von Washington bis New York. Bis zu 85 Millionen US-Bürger - rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung - könnten betroffen sein. Tausende Flüge wurden gestrichen.

Schwerer Schneesturm trifft Ostküste der USA
tagesschau 20.00 Uhr, 23.01.2016, Sandra Ratzow, ARD Washington

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Die südlichen Staaten Arkansas, Tennessee, Kentucky, North Carolina, West Virginia und Virginia ächzten ebenfalls unter dem Schnee. "Wir haben sehr viele Unfälle", sagte der Gouverneur von North Carolina, Pat McCrory. Laut CNN waren im Südosten insgesamt 133.000 Menschen ohne Strom.

Samstag - der Haupttag des Sturms

Rund um Washington werde es auf dem erwarteten Höhepunkt des Blizzards am Samstag (Ortszeit) nur "äußerst begrenzt, wenn nicht unmöglich sein", sich per Auto fortzubewegen, warnte NWS.

Wintersturm "Jonas" könnte in der Hauptstadt einen Schneerekord aus dem Jahr 1922 brechen. Die Schulen dort blieben schon am Freitag geschlossen, der Verkehr von Bussen und U-Bahnen wurde für das gesamte Wochenende eingestellt. Die Bewohner bereiteten sich mit Hamsterkäufen vor.

Stefan Niemann @SNiemannARD
Ganz unwissenschaftlich zu Hause: #Schneemenge nach 18 Std in #Washington DCsnowmageddon #schneesturm @tagesschau https://t.co/qr1fG2kWxn

Bisher war der Winter an der US-Ostküste ungewöhnlich warm: Noch an Weihnachten genossen die Menschen in Washington oder New York in T-Shirts und in Straßencafés die Wintersonne.

alt Winter in New York | Bildquelle: dpa

Was ist ein Blizzard?

Blizzards werden die heftigen Schneestürme mit starken Temperaturstürzen in Nordamerika genannt. Nach der Definition der US-Wetterbehörde NOAA sorgt bei einem Blizzard Wind mit mehr als 56,3 Kilometern (35 Meilen) in der Stunde mindestens drei Stunden lang bei starkem Schneefall für Sichtbehinderungen. Kaltluft aus den arktischen Regionen Kanadas strömt dabei am Rand von Tiefdruckgebieten nach Süden. Bei oftmals minus 35 Grad Celsius lässt der Blizzard unter einem Schnee- und Eispanzer auch weite Teile der USA erstarren und bringt dort das öffentliche Leben zum Erliegen.

In Deutschland sprechen Meteorologen von einem Schneesturm, wenn heftiger Wind mit mehr als 75 Kilometern in der Stunde von starkem Schneefall begleitet wird. Die Schneemassen türmen sich bisweilen zu meterhohen Verwehungen auf.

Wintersturm an der US-Ostküste: Todesopfer und Verkehrschaos
A. Horchler, ARD Washington
23.01.2016 16:12 Uhr

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