Stimmenauszählung bei den demokratischen Vorwahlen in Utah | Bildquelle: AFP

US-Vorwahlen Clinton und Trump bleiben auf Kurs

Stand: 23.03.2016 15:25 Uhr

Trump und Clinton marschieren in Richtung Präsidentschaftskandidatur. Ihre Konkurrenten Cruz und Sanders holten sich am Dienstag einzelne Siege, doch der Milliardär und die Ex-Außenministerin liegen bei den Delegiertenzahlen weiter in Führung. Allerdings erhielt Cruz nun wichtige Unterstützung.

Trotz einzelner Rückschläge bei den US-Vorwahlen liegen Hillary Clinton und Donald Trump im Rennen um eine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl weiter in Führung. Die Demokratin Clinton und der Republikaner Trump fuhren wichtige Siege in Arizona im Südwesten des Landes ein.

Damit machten die ehemalige Außenministerin und der Immobilien-Milliardär Niederlagen in anderen Bundesstaaten wett. Clinton und Trump verloren im konservativen Utah. Dort siegte bei den Republikanern Ted Cruz und bei den Demokraten Bernie Sanders. Auch in Idaho war Sanders erfolgreich.

Donald Trump vor dem Durchmarsch
Mittagsmagazin 13:15 Uhr, 23.03.2016, Sandra Ratzow, ARD Washington

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Die Wähler stehen Schlange

Die Wahlbeteiligung war stellenweise überwältigend. In Idaho und Utah bildeten sich teils kilometerlange Schlangen vor den Wahllokalen. Mancherorts mussten Stimmzettel nachgedruckt werden.

Clinton hat bei den Demokraten einen großen Vorsprung bei den für die Nominierung notwendigen Delegiertenstimmen. Sanders konnte am Dienstag leicht, aber nicht entscheidend Boden gegenüber Clinton gutmachen. Er hatte in den vergangenen Tagen energisch um Wähler in Arizona geworben - ohne Erfolg.

Großer Andrang bei den Vorwahlen der Demokraten in Utah | Bildquelle: AFP
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Dicht gedrängt standen die Wähler in Utah, um ihre Stimme für Clinton oder Sanders abzugeben.

Trump hält Cruz auf Distanz

Trump räumte in Arizona bei den Republikanern alle 58 zur Verfügung stehenden Delegierten ab. Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf seinem Weg zur Kandidatur. Dagegen gewann Cruz in Utah alle 40 Delegierten. Trump verfügt derzeit über die Stimmen von etwa 740 Delegierten, Cruz hat rund 465 Delegierte. Allerdings werten Beobachter den Erfolg von Cruz in Utah als Warnsignal an Trump. Dort gelten die Wähler als besonders religiös.

Cruz erhielt nach der Vorwahl die Unterstützung seines einstigen Konkurrenten Jeb Bush. Dieser würdigte Cruz auf seiner Facebook-Seite als konsequenten, prinzipientreuen Konservativer, der bewiesen habe, dass er Wähler anspreche und Vorwahlen gewinnen könne.

Für einen Sieg im ersten Wahlgang auf dem Parteitag der Republikaner im Juli in Cleveland benötigt Trump die Stimmen von 1237 Delegierten. Um sein Ziel zu erreichen, müsste er bei den noch ausstehenden Vorwahlen im Schnitt jeweils mehr als die Hälfte der Delegierten gewinnen.

Ted Cruz und Jeb Bush | Bildquelle: AFP
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Jeb Bush wollte Präsident werden - nun unterstützt er den deutlich konservativeren Ted Cruz (l.)

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 23. März 2016 um 09:30 Uhr.

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