Die Republikaner Trump und Cruz | Bildquelle: AP

Cruz vs. Trump Zweikampf der Anti-Establishment-Politiker

Stand: 06.03.2016 09:54 Uhr

Ted Cruz schält sich als der einzige ernsthafte Trump-Kontrahent heraus. Damit dürfte es bei den Republikanern zum Zweikampf zweier Anti-Establishment-Politiker kommen. Bei den Demokraten ist die Sache anders.

Eine Einschätzung von Martin Ganslmeier, ARD-Studio Washington

Der größte Gewinner des "Super Samstag" ist Ted Cruz. Nach Siegen in nun insgesamt sechs Bundesstaaten über Donald Trump kann der erzkonservative Senator aus Texas zurecht von sich behaupten, nur er könne Trump noch stoppen. Doch auch Trump gehört zu den Siegern des Abends. Trotz der heftigen Attacken der Parteiführung gewann Trump in Louisiana und Kentucky. Dort, wo er nicht gewann, wurde er Zweiter. Und dass so viele bei den Republikanern wählen gehen, ist auch auf Trump zurückzuführen.

Größte Verlierer sind ausgerechnet die Favoriten des Partei-Establishment: Marco Rubio und John Kasich. Beide landeten weit abgeschlagen auf den Plätzen drei und vier. Nur wenn sie am 15. März ihre Heimatstaaten Florida und Ohio gewinnen, können sie im Rennen bleiben.

Sanders mit Achtungserfolg

Bei den Demokraten gab es am "Super Samstag" nur fröhliche Mienen: Bernie Sanders siegte erneut in zwei kleineren weißen Bundesstaaten. Und Hillary Clinton gewann den Südstaat Louisiana dank der Afroamerikaner mit großem Vorsprung, dass sie ihre Gesamtführung bei den Delegiertenstimmen weiter ausbauen konnte.

Fazit: Bei den Republikanern sieht es immer mehr nach einem Zweikampf zwischen den Anti-Establishment-Politikern Trump und Cruz aus. Bei den Demokraten schlägt sich Sanders weiter achtbar. Um Clinton allerdings ernsthaft zu gefährden, müsste er endlich auch in größeren Bundesstaaten siegen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. März 2016 um 12:00 Uhr.

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