Wahlkampfbus von Ted Cruz | Bildquelle: dpa

US-Vorwahlkampf in Iowa Veteranen, das Wetter und der liebe Gott

Stand: 31.01.2016 11:24 Uhr

Iowa - für viele Amerikaner ein Staat, den sie nur überfliegen, aber nie besuchen würden. Momentan sind jedoch alle Augen auf Iowa gerichtet. Traditionell beginnen dort die Vorwahlen für die US-Präsidentschaftskandidaten. Ein Wahlkampf in Turnhallen und Scheunen.

Von Sabrina Fritz, ARD-Studio Washington

Seit Monaten ziehen die Kandidaten durch Iowa, sitzen auf Heuballen, halten Kinder, hören sich die Sorgen der Maisbauern an. Die Wahlkampfteams haben ihre Einsatzzentralen aufgerüstet, und selbst Donald Trump verzichtete auf den üblichen Heimflug im Privatjet und verbrachte eine Nacht im Hotel.

Die Vorwahl in Iowa am Montag ist wichtig: Es ist die erste Abstimmung in einem Vorwahlkampf, der sich in den vergangenen Wochen dramatisch gedreht hat. Die politischen Außenseiter haben aufgeholt. Bei den Republikanern liegt Trump vorne. Bei den Demokraten hat sich der linke Kandidat Bernie Sanders nahe an Hillary Clinton herangerobbt.

Vor dem Start des US-Vorwahlkampfs in Iowa
tagesschau 20:00 Uhr, 31.01.2016, Ina Ruck, ARD Washington, ztt. Des Moines

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"Es ist nicht zu sehr für Bernie, es ist eher ein Misstrauen gegen Hillary Clinton", sagt Simon Conway vom lokalen Radiosender "Newsradio 1040" in Des Moines. Allerdings sagen die letzten Umfragen doch noch einen deutlichen Vorsprung für die ehemalige US-Außenministerin voraus. Im konservativen Iowa hat es ein bekennender Sozialist doch schwer.

Iowa ist ein wichtiger Test für Trump

Sehr viel spannender ist die Entscheidung bei den Republikanern. Elf Kandidaten sind noch im Rennen, doch nur zwei haben laut den Prognosen eine Chance: Ted Cruz und Donald Trump. Und Trump lässt keinen Zweifel daran, dass er Iowa gewinnen will. Für den Kandidaten, der keine Grenzen zu kennen scheint, der Frauen und Fremde beleidigt und Fernsehdebatten meidet, weil ihm die Moderatorin nicht passt, ist Iowa ein wichtiger Test, ob die Partei seine Kapriolen mitmacht. Denn in Iowa dürfen vor allem aktive Parteimitglieder abstimmen.

Donald Trump umringt von US-Veteranen in Des Moines, Iowa | Bildquelle: REUTERS
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Trump umringt von US-Veteranen in Des Moines

Bernie Sanders | Bildquelle: dpa
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Clintons demokratischer Konkurrent Bernie Sanders hat in Umfragen aufgeholt.

Trumps Entscheidung, statt ins Fernsehen zu ehemaligen Soldaten zu gehen, sei jedenfalls in Iowa gut angekommen, meint Radiomoderator Conway: "Veteranen sind sehr wichtig in Iowa, sie genießen hier sehr viel Respekt. Veteranen sind wichtig, das Wetter und der liebe Gott".

Die Menschen in Iowa sind sehr religiös. das könnte ein Vorteil für Ted Cruz sein, der immer wieder seinen Glauben betont. Er ist für Waffenbesitz, gegen die Homo-Ehe und will die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama rückgängig machen.

Debatten in Turnhallen und Scheunen

Doch die Bürger drücken ganz andere Sorgen. Familien haben Angst, nicht genügend Geld für Alltag und Ausbildung zu haben. Die Konservativen haben Angst vor illegalen Einwanderern. Und alle eint, dass sie nicht viel von den Politikern in Washington halten.

Mit einer US-Flagge geschmückte Farm in Iowa | Bildquelle: AFP
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Viel Gegend, wenig Häuser: In Iowa fällt traditionell der Startschuss zu den Vorwahlen in den USA.

Am Montagabend können dann rund 250.000 Parteimitglieder entscheiden, wem sie ihre Zukunft anvertrauen wollen. Der Iowa-Caucus ist ein recht ungewöhnliches Abstimmungsverfahren. In Scheunen, Turnhallen und Coffeeshops beraten und diskutieren die Wähler über die Kandidaten, und dann wird abgestimmt. Mit dem Ergebnis wird am Dienstag gerechnet.

Die Ausgangslage in Iowa
S. Fritz, ARD Washington
31.01.2016 09:50 Uhr

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