Flaggen der USA und Russlands an der US-Botschaft in Moskau | Bildquelle: AFP

Nach Diplomaten-Ausweisung USA setzen Visa-Ausgabe für Russen aus

Stand: 21.08.2017 11:42 Uhr

755 - so viele Mitarbeiter von US-Vertretungen sollen nach dem Wunsch von Russlands Präsident Putin ab dem 1. September ihre Arbeit einstellen. Das hat Auswirkungen: Die Vertretungen kündigten an, die Ausgabe aller Nicht-Immigrations-Visa an russische Bürger auszusetzen.

Die US-Botschaft in Russland hat angekündigt, die Ausgabe aller Nicht-Immigrations-Visa von Mittwoch an vorübergehend auszusetzen. Die diplomatische Vertretung begründet diesen Schritt mit der Forderung Moskaus, die Zahl der Mitarbeiter in russischen US-Botschaften und Konsulaten zu beschränken. Ende Juli hatte Russlands Präsident Wladimir Putin als Vergeltung für neue US-Sanktionen gegen sein Land gefordert, 755 US-Diplomaten und Botschaftsangehörige abzuziehen beziehungsweise zu entlassen.

Die Entscheidung der russischen Seite stelle die Ernsthaftigkeit der Bestrebungen Moskaus infrage, die bilateralen Beziehungen zu verbessern, schrieb die US-Botschaft nun auf ihrer Internetseite. "Die Zahl der verbliebenen Mitarbeiter wird ausreichen, um essentielle Aufgaben wahrzunehmen", heißt es weiter. Darüber hinaus werde aber die Visa-Ausgabe eingestellt - in der Botschaft in Moskau bis zum 1. September, in den konsularischen Vertretungen in anderen Städten des Landes auf unbestimmte Zeit. Alle bereits vergebenen Termine seien ungültig. Anfragen von US-Bürgern würden hingegen im vollen Umfang bearbeitet.

Die Maßnahmen betreffen unter anderem Touristen-, Geschäfts- und Studentenvisa für russische Bürger.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. August 2017 um 13:00 Uhr in den Nachrichten.

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