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Mitt Romney und Barack Obama bei ihrem 3. TV-Duell.

Zwei Wochen vor der US-Wahl

Obama punktet in letzter TV-Debatte

US-Präsident Barack Obama hat sich laut Blitzumfragen beim letzten TV-Duell vor der Wahl gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney klar durchgesetzt. Laut der Erhebung von CBS News gewann der demokratische Amtsinhaber bei der Debatte mit 53 zu 23 Prozent gegen seinen republikanischen Gegner. Dem Sender CNN zufolge lag Obama mit 48 Prozent vor Romney mit 40 Prozent. In der TV-Debatte in Boca Raton in Florida, der letzten von insgesamt drei, ging es um die Außenpolitik.

Gleich zu Beginn der Debatte gab sich Obama aggressiv und streitbar: "Jedes Mal, wenn Sie eine Meinung zu etwas vorlegen, liegen Sie falsch", hielt er Romney vor. Dieser entgegnete, dass "Angriffe gegen mich keine Agenda im Umgang mit einer gefährlichen Welt" seien. Zum Auftakt des TV-Duells versuchte Romney, seinem Rivalen den außenpolitischen Wind aus den Segeln zu nehmen, indem er ihm zur Tötung von Al Kaida-Chef Osama bin Laden gratulierte.

Romney contra Obama: Das außenpolitische Duell
R. Sina, WDR Washington
23.10.2012 07:25 Uhr

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Romney fordert "breit angelegte Strategie"

Gleichzeitig schränkte Romney ein, dass Töten allein nicht ausreiche. "Wir brauchen eine breit angelegte Strategie", forderte der Republikaner. So habe der Präsident es versäumt, mit einer stimmigen Politik auf die Umwälzungen im Nahen Osten zu reagieren. Trotz vielversprechender Anfänge sei der Sturz despotischer Regime in Ägypten, Libyen und andernorts im vergangenen Jahr in "zunehmendes Chaos" gemündet.

Zudem habe der Amtsinhaber nicht genügend getan, um den Iran an der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern. Obama retournierte mit einem Verweis auf seine außenpolitischen Verdienste. Er habe den Krieg im Irak beendet, die US-Truppen seien überdies auf dem Rückzug aus Afghanistan. Außerdem werde er die für den tödlichen Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi verantwortlichen Täter zur Rechenschaft ziehen, erklärte Obama weiter.

TV-Duell zwischen Obama und Romney zur US-Außenpolitik
tagesschau 12:00 Uhr, 23.10.2012, Karin Dohr, ARD Washington

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Obama wirft Romney rückwärtsgewandte Außenpolitik vor

Obama warf seinem Herausforderer eine rückwärtsgewandte Außenpolitik vor: Die Vorschläge Romneys seien so überholt, dass "die 1980er jetzt ihre Außenpolitik zurückfordern". Sein Rivale sei bislang nicht in der Position gewesen, den Gang der Außenpolitik zu gestalten, erklärte Obama. Romney entgegnete, dass seine Strategie "ziemlich geradlinig" sei: "Jagt die bösen Jungs."

Romney: Harte Gangart mit China

Zu einem harten Schlagabtausch kam es auch beim Thema China. Romney versprach eine harte Gangart etwa gegen Währungsmanipulationen Pekings sowie gegen unfairen Handel. Obama betonte, er betrachte China als Partner, solange es sich an die Regeln halte.

Für die Kandidaten steht viel auf dem Spiel: Das Duell war die letzte Möglichkeit, im Fernsehen vor einem Millionenpublikum zu punkten und unentschlossene Wähler auf ihre Seite zu ziehen. Nur zwei Wochen vor der Wahl liegen Obama und Romney in Umfragen nahezu gleichauf. Während Romney nach Meinung von Zuschauern die erste Redeschlacht am 3. Oktober für sich entscheiden konnte, ging die zweite Runde am 16. Oktober an Obama.

Stand: 23.10.2012 07:12 Uhr

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