Nach der Terrorwarnung vor einer Woche Fast alle US-Botschaften öffnen wieder

Stand: 10.08.2013 02:36 Uhr

Die US-Botschaft in Sanaa im Jemen (Bildquelle: dpa)
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Die US-Botschaft in Sanaa bleibt geschlossen.

Die USA werden 18 ihrer derzeit geschlossenen diplomatischen Vertretungen am Sonntag wieder öffnen. Dies kündigte das Außenministerium in Washington an. Die US-Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa werde aus Sorge vor einem Terroranschlag jedoch geschlossen bleiben, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Auch das US-Konsulat im pakistanischen Lahore, das wegen einer angeblichen Terrorbedrohung die Arbeit eingestellt hatte, werde weiterhin nicht geöffnet. Die Entwicklung in Sanaa und Lahore werde analysiert und eine Entscheidung über eine Wiedereröffnung der Vertretungen werde von der Entwicklung abhängig gemacht, so die Sprecherin. Ebenfalls geschlossen sind unter anderem die deutsche, französische, britische und niederländische Botschaft in Sanaa. Die jemenitischen Behörden haben die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Viele US-Einrichtungen im Nahen Osten betroffen

Die USA hatten vor rund einer Woche zunächst eine weltweite Reisewarnung an ihre Bürger ausgesprochen und mehr als 20 diplomatische Einrichtungen geschlossen. Die vorübergehende Schließung betraf unter anderem Ägypten, Jordanien, Libyen, Saudi-Arabien sowie weitere Einrichtungen auf der arabischen Halbinsel. Auch afrikanische Staaten wie Burundi und Ruanda waren betroffen. Erste Vertretungen waren bereits im Laufe der Woche wieder geöffnet worden.

Warnung von Interpol

Auch die internationale Polizeiorganisation Interpol hatte eine globale Warnung vor erhöhter Terrorgefahr ausgegeben und dies unter anderem mit mehreren Massenausbrüchen mutmaßlicher Extremisten aus Gefängnissen im Irak, in Pakistan und Libyen begründet. Interpol verwies zudem darauf, dass sich im August eine Reihe von Terrorangriffen jährten - darunter Anschläge in Indien, Russland und Indonesien.

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