Ein Panzer der Regierungstruppen auf dem Weg nach Tikrit. | Bildquelle: REUTERS

Kampf gegen IS Mehr US-Militärausbilder in den Irak

Stand: 10.06.2015 05:03 Uhr

Im Kampf gegen den "Islamischen Staat" will die US-Regierung zwischen 500 und 1000 weitere Militärberater in den Irak schicken. US-Präsident Obama hat nach Berichten von US-Medien einen entsprechenden Vorschlag aus dem Pentagon erhalten.

Von Martin Ganslmeier, ARD-Hörfunkstudio Washington

Die Eroberung der Stadt Ramadi durch den "Islamischen Staat" hat US-Präsident Obama unter Zugzwang gesetzt: Die Forderungen republikanischer Außenpolitiker, er müsse auch US-Bodentruppen einsetzen, lehnt Obama weiterhin ab. Allerdings schlägt das Pentagon nun vor, weitere 500 bis 1000 US-Militärberater in den Irak zu schicken. Derzeit sind bereits 3100 Amerikaner dort tätig.

Durch die Aufstockung sollen vor allem mehr Sunniten für den Kampf gegen den "Islamischen Staat" gewonnen und ausgebildet werden. Bisher haben die Amerikaner 9000 irakische Soldaten geschult. Diese Zahl soll deutlich erhöht werden - auch deshalb, weil Washington frustriert ist, dass die irakische Regierung im Kampf gegen den IS überwiegend auf Schiiten setzt.

Wie die "New York Times" berichtet, sei es nun vorrangiges Ziel der US-Regierung, die Stadt Ramadi zurückzuerobern und den "Islamischen Staat" aus der Provinz Anbar zurückzudrängen. Demgegenüber müsse die Rückeroberung der Stadt Mossul bis zum Jahr 2016 warten. Die zweitgrößte Stadt im Irak war vor einem Jahr in die Hände des Islamischen Staates gefallen.

USA wollen hunderte weiterer Militärberater in Irak schicken
M. Ganslmeier, ARD Washington
10.06.2015 04:16 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Juni 2015 um 16:00 Uhr.

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