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[Bildunterschrift: José Mujica war in den 60er-Jahren Guerillakämpfer und ist voraussichtlich der neue Präsident Uruguays. ]
Der frühere Guerilla-Kämpfer José "Pepe" Mujica hat die Präsidentenwahl in Uruguay gewonnen. Laut Nachwahlbefragungen kam der Kandidat vom linksgerichteten Bündnis Breite Front bei der Stichwahl am Sonntag auf bis zu 52 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Luis Alberto Lacalle von der neoliberalen Nationalpartei räumte seine Niederlage bereits ein. Er kam den Umfragen zufolge auf rund 45 Prozent der Stimmen. Im ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl Ende Oktober hatte Mujica die absolute Mehrheit mit 48 Prozent der Stimmen knapp verpasst.
Der 74-jährige Mujica ist wegen seiner Vergangenheit in Uruguay nicht unumstritten. In den 60er-Jahren gehörte er zu den Gründern der Tupamaros-Stadtguerilla, die mit Bombenanschlägen und Entführungen gegen die Regierung kämpften. 1971 wurde er wegen Polizistenmordes verurteilt. Danach war er nahezu 15 Jahre im Gefängnis, wobei er zeitweise gefoltert und in Einzelhaft gesteckt wurde.
Nach dem Ende der Militärdiktatur im Jahr 1985 wirkte Mujica an der Umwandlung der Tupamaros in eine politische Bewegung mit, die nun die treibende Kraft des Frente Amplio (Breite Front) ist. Mit seinem Sieg bleibt in Uruguay die regierende Mitte-links-Koalition fünf weitere Jahre an der Macht. Mujica versprach, die Politik des scheidenden Präsidenten Tabaré Vázquez fortzusetzen. Die Amtszeit des neuen Präsidenten beginnt am 1. März 2010.
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