Mutmaßlicher Kapitän und Schleuser Mohammed Ali Malek (li.) sowie Mahmut Bikhit | Bildquelle: AFP

Flüchtlingskatastrophe 18 Jahre Gefängnis für Schlepper

Stand: 13.12.2016 14:56 Uhr

Ihr Fischerboot kippte - Hunderte Flüchtlinge starben bei dem bislang schwersten Schiffsunglück im Mittelmeer. Nun wurde ihr Schlepper zu 18 Jahren Haft verurteilt. Ein weiterer Schleuser muss für fünf Jahre ins Gefängnis.

Im Prozess um eine der schwersten Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer ist ein Schlepper zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Ein weiterer Schleuser muss für fünf Jahre ins Gefängnis, wie das Gericht in Catania urteilte.

Bei dem Bootsunglück im April 2015 waren bis zu 900 Menschen umgekommen. Nur 28 Menschen überlebten die Katastrophe vor der Küste Libyens.

18 Jahre Haft für Schlepper nach Schiffsunglück im Mittelmeer
tagesschau 20:00 Uhr, 13.12.2016, Ellen Trapp, ARD Rom

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Angeklagte beteuern Unschuld

Der Hauptangeklagte aus Tunesien soll der Kapitän des Schiffs gewesen sein. Er wurde wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Herbeiführens eines Schiffbruchs und Menschenschmuggels verurteilt - sein Helfer aus Syrien nur wegen Menschenschmuggels. Beide hatten ihre Unschuld beteuert und behauptet, sie seien selbst Migranten, die von den eigentlichen Schleppern zum Steuern des Bootes gezwungen worden seien. Überlebende hatten angegeben, Malek sei der Kapitän gewesen. Seine mangelnden Schifffahrtskenntnisse hätten zu dem Unglück geführt.

Hunderte Tote

Bis zu 900 Menschen befanden sich auf dem 27 Meter langen Boot, als es am 18. April 2015 von Libyen aus in Richtung Europa in See stach. Das Boot geriet in Seenot und stieß mit einem portugiesischen Frachter zusammen, der zur Hilfe geeilt war. Dann ging das Boot mit unter. Das Unglück brachte die Europäische Union zu dem Entschluss, ihre Präsenz vor der libyschen Küste zu verstärken.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Dezember 2016 um 14:00 Uhr.

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