Eine Daten-CD mit der luxemburgischen Fahne.

"LuxLeaks"-Affäre Urteil gegen Informanten aufgehoben

Stand: 11.01.2018 11:09 Uhr

In der "LuxLeaks"-Affäre hat ein Gericht in Luxemburg das Urteil gegen einen Informanten aufgehoben. Bei den "LuxLeaks" geht es um Steuerdeals internationaler Konzerne mit den luxemburgischen Finanzbehörden.

In der "LuxLeaks"-Affäre um Enthüllungen über Steuervorteile für internationale Großkonzerne hat ein Gericht in Luxemburg das Urteil gegen den Informanten Antoine Deltour gekippt. Die Bewährungsstrafe gegen Deltour werde aufgehoben, urteilte das Gericht. Eine geringere Strafe für den Mitangeklagten Raphaël Halet wurde dagegen aufrechterhalten.

Deltour war im Berufungsprozess im vergangenen März zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und 1500 Euro Strafe verurteilt worden. Der Mitangeklagte Halet erhielt eine Geldstrafe von 1000 Euro. Beide legten Berufung ein.

Whistleblower Raphael Halet (l.) und Antoine Deltour | Bildquelle: AFP
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Whistleblower Raphael Halet (l.) und Antoine Deltour

Europaweiter Wirbel

Die beiden Franzosen hatten fast 30.000 Dokumente entwendet, die enthüllen, wie der Staat Luxemburg diversen Großkonzernen bei der Vermeidung von Steuerzahlungen in Milliardenhöhe half. Sie gaben die Dokumente 2012 an den Journalisten Edouard Perrin weiter. Doch erst die "LuxLeaks"-Enthüllungen des internationalen Recherchenetzwerks ICIJ zwei Jahre später sorgten europaweit für Wirbel.

Jean-Claude Juncker steht wegen der "LuxLeaks"-Affäre in der Kritik
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Durch die Enthüllungen kam damals auch der frisch gewählte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker unter Druck, der fast zwei Jahrzehnte lang Finanzminister und Regierungschef von Luxemburg war.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Januar 2018 um 11:00 Uhr.

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