Unwetter in Livorno | Bildquelle: REUTERS

Starker Regen und Wind Tote bei Unwettern in der Toskana

Stand: 10.09.2017 14:21 Uhr

Bei Unwettern in Italien sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Besonders betroffen von den heftigen Regenfällen ist Livorno in der Toskana. Mehrere Menschen werden noch vermisst. Unwetter gab es auch in Rom.

Bei starken Regenfällen sind in Italien mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Angaben über die Zahl der Opfer schwanken. Während Nachrichtenagenturen von sechs Toten sprechen, berichten italienische Medien von sieben Todesopfern. Mehrere Menschen werden noch vermisst.

"Livorno wurde verwüstet"

Am schwersten traf das Unwetter nach Feuerwehrangaben Livorno in der Toskana. Regen und Schlamm setzten die Stadt teils unter Wasser, schoben Autos an Häuser und richteten schwere Schäden an. Bäche verwandelten sich in Flüsse. "So eine Situation hat man in keinster Weise voraussehen können", so Bürgermeister Filippo Nogarin. "Livorno wurde verwüstet", twitterte er. Er warf der Regierung in Rom vor, die Gefahr unterschätzt und eine zu schwache Unwetterwarnung herausgegeben zu haben. Die Zahl der Todesopfer könne noch steigen.

Filippo Nogarin @nogarin
A #livorno l'emergenza #maltempo non è finita. Sono esondati alcuni torrenti, altri sono sorvegliati dalla protezione civile https://t.co/FBSRiOU16j

Der Zivilschutz hatte vorher für die Region Ligurien die höchste Warnstufe ausgerufen. Die Retter rückten zu rund 160 Einsätzen in der Region um Livorno und Pisa aus.

Das Unwetter begann in der Nacht zu Sonntag im Norden Italiens und bewegt sich in Richtung Süden. In Rom, das seit Wochen unter Wasserknappheit leidet, gingen Wassermassen vom Himmel und überschwemmten Straßen. Als Vorsichtsmaßnahme wurden sieben U-Bahn-Stationen und mehrere Unterführungen geschlossen.

Tote und Vermisste nach Unwettern in Italien
Tassilo Forchheimer, ARD Rom
10.09.2017 14:04 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. September 2017 um 17:15 Uhr.

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