Waldbrände in Portugal | Bildquelle: AFP

Extremwetter in Europa Regen und Gewitter, Hitze und Brände

Stand: 11.08.2017 19:23 Uhr

In Ungarn ist durch starken Wind und Regen ein Mensch ums Leben gekommen. In Italien wurden mehrere Menschen verletzt - unter ihnen eine deutsche Ministerin, die sich im Urlaub befand. Im Süden Europas dagegen sorgt Rekordhitze weiter für Wald- und Buschbrände.

Heftige Unwetter mit starkem Wind, Regen, Hagel und Gewitter sind über Norditalien hinweggezogen und haben schwere Schäden hinterlassen. Im Nordosten des Landes saßen 70.000 Menschen nach einem Stromausfall im Dunkeln. Campingplätze an der Adriaküste nahe Venedig wurden unter Wasser gesetzt, zahlreiche Bäume stürzten um. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Unter den Verletzten ist auch die brandenburgische Sozialministerin Diana Golze. Die 42-jährige Linken-Politikerin wurde während eines Urlaubs auf einem Campingplatz in Norditalien von einem umstürzenden Baum getroffen und schwer verletzt.

Heftige Unwetter mit starken Wind, Regen und Hagel in Norditalien
nachtmagazin 00:45 Uhr , 12.08.2017, Michael Schramm, ARD Rom

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Von umherfliegenden Gegenständen getroffen

Etwa 50 Menschen hätten sich an die Unfallstellen der umliegenden Krankenhäuser gewandt, nachdem über die Orte Caorle, Jesolo und San Michele al Tagliamento an der Adriaküste eine Windhose gezogen war. Die Menschen waren von umherfliegenden Gegenständen getroffen worden. Die meisten seien leicht verletzt, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Die Schäden in der Region Venetien werden laut der Zeitung "Corriere della Sera" auf mehrere Millionen Euro geschätzt. So deckte der starke Wind etwa im Ort Portogruaro einen Supermarkt ab, in Caorle wurden Unterkünfte und Strandbäder in Mitleidenschaft gezogen.

Unwetter auch in Österreich

Unwetter wüteten auch in Österreich und Ungarn. In Österreich zog der Wind nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde durch das Land. Die Feuerwehren waren wegen Schlammlawinen, umgestürzter Bäume und überfluteter Straßen im Dauereinsatz.

Auf einem Campingplatz in Kärnten wurden nach Angaben der Polizei mehrere Wohnwagen umgeworfen. Zwei Erwachsene und ein Kind wurden von herabfallenden Ästen verletzt. Infolge der Unwetterschäden wurden auch mehrere Zugstrecken im Burgenland und in Niederösterreich unterbrochen. Zudem war die Ostautobahn (A 4) stundenlang gesperrt, weil Bäume die Fahrbahn blockierten.

Ein Toter nach Sturm in Ungarn

Im Westen Ungarns blieben mehr als 100.000 Haushalte in Folge der heftigen Stürme ohne Strom, die Zugverbindungen nach Österreich wurden unterbrochen. In der Ortschaft Kenez begrub ein Hausdach ein Auto unter sich. Der im Fahrzeug sitzende Fahrer kam ums Leben. 

Auch in Tschechien und der Slowakei verursachten heftige Stürme zahlreiche Schäden. Vielerorts wurden Zugverbindungen und Straßen blockiert. Die tschechischen Feuerwehren rückten nach eigenen Angaben seit gestern mehr als 700 Mal aus. Rund 110.000 Haushalte waren in der Region Südmähren vorübergehend ohne Strom, weil Hochspannungsleitungen beschädigt wurden.

Unwetter in Italien | Bildquelle: AP
galerie

Unwetter in Italien: Auf einem Campingplatz in Venedig sind Bäume umgestürzt.

Hitzewelle in Portugal und Griechenland

In Portugal dagegen herrschen weiter Hitze und Trockenheit: Laut Zivilschutz sind derzeit mehr als 2100 Feuerwehrleute im Einsatz, um gut 170 Brandherde zu bekämpfen. Am schlimmsten sei die Lage nordöstlich von Lissabon: Im Kreis Abrantes mussten vier von Feuern bedrohte Dörfer evakuiert werden. Im Juni waren bei verheerenden Feuern im Zentrum Portugals 64 Menschen ums Leben gekommen.

Auch die Griechen leiden weiter unter einer Hitzewelle: Örtlich werden mehr als 40 Grad erreicht, die Feuerwehr kämpft landesweit immer wieder gegen Buschfeuer. Allerdings droht dem Norden am Wochenende ein Wetterumschwung mit Stürmen, Gewitter und Hagel.

Mutmaßliche Brandstifter festgenommen

In Südfrankreich wurde ein 19-Jähriger festgenommen, weil er 16 Waldbrände gelegt haben soll. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Aix-en-Provence mit. Im Norden Italiens wurde nach Polizeiangaben ein freiwilliger Feuerwehrmann festgenommen, der mindestens sieben Brände gelegt haben soll.

Bereits am Montag waren auf Sizilien 15 Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr festgenommen worden. Sie hatten nach Polizeiangaben erst die Feuer gelegt und dann Notrufe vorgetäuscht, um vom Staat die Aufwandsentschädigung für ihren Einsatz zu kassieren - diese beträgt zehn Euro pro Stunde.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. August 2017 um 12:00 Uhr.

Darstellung: