Unwetter: Schnee und Regen in Italien, Österreich und Deutschland

Ein Zug steckt im Schnee in Österreich fest. (Bildquelle: dpa)

Unwetter in Europa

Chaos nach Wintereinbruch

Heftige Schneefälle und starker Regen haben in mehreren europäischen Ländern zu starken Behinderungen geführt. In der italienischen Hauptstadt Rom stehen zahlreiche Straßen unter Wasser. Nach Behördenangaben fielen dort in 24 Stunden bis zu 130 Liter Regen pro Quadratmeter. U-Bahn-Stationen mussten geschlossen werden, der Tiber stieg innerhalb eines Tages um drei Meter. Die Polizei riet davon ab, die Autobahn nach Rom zu befahren.

Auch im Nordosten Italiens regnet es weiterhin stark: Ein Drittel von Venedig ist inzwischen vom Hochwasser betroffen, und in der berühmten Toscana-Stadt Volterra ist ein Teil der mittelalterlichen Stadtmauern eingestürzt. In den italienischen Alpen fielen große Massen Schnee. Dort sollen Skifahrer die Pisten nicht verlassen. Die ersten Lawinen sind bereits niedergegangen. Für das Wochenende werden weitere Schneefälle erwartet.

Autos versinken in Rom im Hochwasser. (Bildquelle: AFP)
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Land unter: In Rom standen zahlreiche Straßen unter Wasser.

Der Arno hat deutlich Hochwasser. (Bildquelle: AFP)
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Auch der Arno, der durch Pisa fließt, hatte deutlich erhöhte Pegelstände.

Österreich meldet stärkste Schneefälle seit 100 Jahren

In Österreich legte heftiger Schneefall Teile des öffentlichen Lebens lahm. Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) stellte den Fernverkehr auf der Tauernachse aus Sicherheitsgründen ein. "Das Risiko, dass ein Zug hängen bleibt und wir die Passagiere nicht befreien können, ist zu groß", sagte ein ÖBB-Sprecher.

Die schweren Schneemassen bedeuten auch erhöhte Lawinen-Gefahr. Wie der ARD-Hörfunk-Korrespondent Stephan Oszvath berichtet, kamen zwei Menschen ums Leben. Beide waren Helfer - einer räumte Schnee an einem Bach, ein anderer war mit einem Räumfahrzeug unterwegs, als er verschüttet wurde.

Wintereinbruch fordert zwei Todesopfer in Österreich
S. Ozsváth, ARD Wien
31.01.2014 16:53 Uhr

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Der immense Schneefall hatte auch zur Folge, dass in Kärnten und Osttirol in vielen Schulen der Unterricht ausfiel. Nach einer Übersicht der Zentralanstalt für Meteorologie hat es im Süden Österreichs im Januar soviel geregnet und geschneit wie seit 100 Jahren nicht mehr.

Schnee bringt Verkehr in Serbien zum Erliegen

In Serbien saßen nach Schneeverwehungen im Norden des Landes Dutzende Menschen in ihren Fahrzeugen fest. Das Winterwetter hatte den Verkehr auf der Straße zum Erliegen gebracht. Rettungsmannschaften konnten die Insassen aus den liegen gebliebenen Bussen und Autos etwa 50 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Belgrad befreien, teilte ein Sprecher der Notfallbehörden mit.

Glatteis in Deutschland

In Deutschland müssen sich Autofahrer am Wochenende auf Glatteis einstellen. Atlantiktief "Nadja" vertreibt die Kaltluft von Russlandhoch "Can". Das bedeutet milderes Wetter und Regen - aber auch Glatteisgefahr. Denn die Böden sind nach wie vor teilweise frostig, weshalb der Regen gefrieren kann.

Ein Ausläufer von "Nadja" werde ab Samstag früh von Westen her Deutschland überqueren und bis Montag früh für Niederschläge sorgen, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) voraus. Dazu kommen vor allem im Norden starke Winde und Sturmböen.

Stand: 31.01.2014 16:06 Uhr

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