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17.03.2010

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Ausland
UNO bekommt Milliarden für Armutsbekämpfung
Abschluss des Entwicklungsgipfels

UNO bekommt Milliarden für Armutsbekämpfung

Schülerinnen in einer Dorfschule in Mosambik (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Schülerinnen in einer Dorfschule in Mosambik: Im südlichen Afrika ist die Zahl von Grundschülern innerhalb von sechs Jahren um 36 Prozent gestiegen. ]
Für den weltweiten Kampf gegen die Armut hat die internationale Gemeinschaft trotz der Finanzkrise 16 Milliarden Dollar (11 Milliarden Euro) zugesagt. Das teilte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York mit. Die nach einem entsprechenden Appell zugesagte Hilfe habe "alle unsere Erwartungen übertroffen", sagte Ban zum Abschluss einer Veranstaltung, mit der die Vereinten Nationen noch einmal auf ihre Millenniumsziele hinweisen wollten. Das sei umso bemerkenswerter, als es vor dem Hintergrund der Finanzkrise erfolge.

Laut Ban gab es konkrete Zusagen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Lebensmittelversorgung. Viereinhalb Milliarden Dollar seien für ein Programm vorgesehen, bis zum Jahr 2010 weltweit 24 Millionen Kindern mehr als bislang Zugang zu Schulen zu verschaffen. Im nächsten Jahr sollten zudem zwei Milliarden Dollar bereitgestellt werden für Programme, die die Sterblichkeit von Kindern und Müttern senken. Bis 2015 solle sich diese Summe auf sieben Milliarden Dollar summieren. Weitere 1,6 Milliarden Dollar seien für Agrarprojekte vor allem für Kleinbauern in Afrika vorgesehen.

Verstärkter Kampf gegen Malaria

Eine Stechmücke auf der Suche nach Nahrung (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Eine Stechmücke, "Anopheles quadrimaculatus", die Malaria übertragen kann ]
Eines der Kernstücke der Anstrengungen soll eine drei Milliarden Dollar teure neue Initiative zur Bekämpfung der Malaria sein, von der sich die UNO die Rettung von 4,2 Millionen Menschenleben bis ins Jahr 2015 verspricht. Das Geld für den Globalen Malaria-Aktionsplan (GMAP), das bisher ehrgeizigste Projekt dieser Art, kommt von der Weltbank, UN-Staaten und privaten Stiftungen wie jener des Microsoft-Gründers Bill Gates, der 168,7 Millionen Dollar beisteuert.

Nach den vor acht Jahren von den 192 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen beschlossenen Millenniumszielen soll die Zahl der Hungernden bis 2015 um die Hälfte auf 400 Millionen reduziert werden. Vor wenigen Tagen erst hatte die UN-Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation (FAO) jedoch die Zahl der Hungernden weltweit von 854 Millionen auf 923 Millionen nach oben korrigiert.

Interaktiver Atlas zur Globalisierung:

Globalisierungskritiker wie die Organisation Attac haben die Rückstände bereits als uneinholbar angeprangert. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier betonte in New York, alle stünden zu ihren Millenniumszielen. Bei der Bildung und den Zugangsmöglichkeiten zu sauberem Wasser gab es dem Minister zufolge auch Fortschritte.

Stand: 26.09.2008 04:46 Uhr
 

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