Ein bei einem Angriff im Irak verletztes Kind | Bildquelle: AFP

UNICEF-Bericht Kinder als Zielscheiben

Stand: 28.12.2017 00:55 Uhr

Sie werden als menschliche Schutzschilde eingesetzt oder von Scharfschützen ins Visier genommen: 2017 war laut UNICEF eines der schlimmsten Jahre für Kinder in Kriegen und Konflikten. Auch Schulen und Spielplätze wurden bewusst als Angriffsziele gewählt.

Von Georg Schwarte, ARD-Studio New York

2017 war laut UNICEF eines der schlimmsten Jahre für Kinder in Krisen, Kriegen und Konflikten. Weltweit werde demnach geltendes Internationales Recht missachtet, wenn es um den Schutz von Kindern gehe. Sie seien in einem schockierenden Ausmaß Ziel von Angriffen geworden, so der Leiter der UN-Nothilfeprogramme, Manuel Fontaine.

Schulen, Häuser, Spielplätze seien bewusst gewählte Ziele für Angriffe und Bombardements. Allein in der Kasai-Region in der Demokratischen Republik Kongo seien in diesem Jahr 850.000 Kinder vertrieben worden. In Nigeria und Kamerun habe die Terrororganisation Boko Haram 135 Kinder als Selbstmordattentäter missbraucht - fünf Mal mehr als noch ein Jahr zuvor.

Konfliktparteien missachten zunehmend Regeln zum Schutz von Kindern
tagesschau 20:00 Uhr, 28.12.2017, Wolfgang Wanner, ARD Genf

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Allein im Jemen 5000 Kinder getötet

Im Irak und Syrien würden Kinder laut UNICEF bewusst als menschliche Schutzschilde eingesetzt oder von Scharfschützen ins Visier genommen, im Südsudan hätten Truppen 19.000 Kinder als Soldaten zwangsrekrutiert. Allein im Jemen, wo seit gut 1000 Tagen gekämpft wird, sind laut dem jüngsten UNICEF-Bericht bisher 5000 Kinder getötet oder schwer verletzt worden. Diese Verstöße gegen internationales Recht setzten sich Jahr für Jahr fort, dennoch dürfe die Welt deshalb nicht abstumpfen.

In einer in New York veröffentlichten Erklärung sagte UNICEF: Die Brutalität dürfe nie zur neuen Normalität werden.         

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UNICEF-Foto des Jahres 2017

Fotografie von Muhammed Muheisen

Das Siegerfoto des internationalen Fotowettbewerbs "UNICEF-Foto des Jahres 2017" zeigt Zahras Gesicht - ein fünfjähriges syrisches Mädchen in einem jordanischen Flüchtlingslager. Zahras Eltern flohen 2015 mit ihr und sieben weiteren Kindern vor dem Krieg. Seither leben sie in einem Zelt. Der Vater - früher fuhr er Taxi und arbeitete auf seinem Hof - sucht Arbeit auf den Feldern des Jordantals; ein Schulbesuch ist seinen Kindern nicht möglich.

Dem Fotograf Muhammed Muheisen ist das Schicksal von Flüchtlingskindern durch seine langjährige Tätigkeit für die Agentur AP vertraut. In Zahras Gesicht sah er nach eigenen Angaben das Schicksal Hunderttausender Kinder. | Bildquelle: M. Muheisen, Jordan (AP/dpa)

UNICEF-Bericht: Kinder weltweit als Zielscheibe
Georg Schwarte, ARD New York
28.12.2017 00:55 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Dezember 2017 um 04:45 Uhr.

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