Antonio Guterres und Donald Trump | Bildquelle: AFP

Trump-Premiere vor UN Höflich, aber unverbindlich

Stand: 18.09.2017 18:00 Uhr

Im Wahlkampf ließ Donald Trump kein gutes Haar an den Vereinten Nationen. Inzwischen hat er seinen Ton gemäßigt und will die Weltorganisation reformieren - als Partner, nicht als Gegner.

Von Georg Schwarte, ARD-Studio New York

9.27 Uhr Ortszeit in New York, "the Beast", der Wagen des Präsidenten, rollt vor den Haupteingang der Vereinten Nationen. "Mr. President", rufen die Fotografen. Mr. President bleibt stehen, sagt, er freue sich auf die Tage. Jeder kenne seine Haltung zu Nordkorea. Dann geht's weiter in den großen Saal, der doch an diesem Tag zu klein zu sein scheint.

Nikki Haley, die amerikanische UN-Botschafterin, Trumps Vorposten in New York, sitzt rechts neben dem US-Präsidenten, links Generalsekretär António Guterres. Trump schaut mit seinem charakteristischen Blick in den Saal. Motto: alles bestens. 

Donald Trump und Antonio Guterres | Bildquelle: REUTERS
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Demonstrierten Partnerschaftlichkeit: Antonio Guterres und Donald Trump.

Freundlicher erster Auftritt

Premiere bei den UN: Für ihn und auch für das Mikrophon. Das unterzieht Trump zu Beginn lieber einem kleinen Test: "Ist es bei rot an", fragt er Guterres. Dann geht's los. Der deutsche Botschafter, der britische und der französische Außenminister sitzen da und lauschen, als Haley sagt, heute beginne ein neuer Tag für die UN. Nicht nur weil Trump da sei, sondern weil nun die Reform komme. Der US-Präsident sehe großes Potenzial bei den UN, sagt sie, und mit Potenzial kenne er, der Geschäftsmann Trump, sich schließlich aus.

Trump fordert Reform der Vereinten Nationen
tagesschau 20:00 Uhr, 18.09.2017, Markus Schmidt, ARD New York

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Partner statt Gegner

Ein bisschen Beifall für ihn - wohlwollend. Die Blicke: neugierig, skeptisch, abwartend. Trumps Botschaft an UN-Generalsekretär Guterres: Wir stehen in Sachen Reform an Deiner Seite: "Wir unterstützen Ihre Bemühungen, das gesamte System auf den Prüfstand zu stellen, damit die UN besser werden beim Management, für Frieden und Sicherheit", sagt Trump.

Einst hatte er die UN einen Debattierklub genannt, wo ältere Herren sich eine nette Zeit machten. Heute klingt das höflicher, wohl auch, weil er ein Manuskript in Händen hält: "In den vergangenen Jahren haben die UN ihr Potenzial aufgrund von Bürokratie und Missmanagement nicht ausgeschöpft", sagt Trump.

Bürokratie verschlanken, Kosten senken

Die Deklaration: zehn Punkte lang. Allgemein gehalten, unverbindlich. Tenor: Wir unterstützen Guterres, machen die UN schlanker, besser, effizienter. Trumps Botschaft obendrein: Niemand soll über Gebühr militärisch und finanziell für die UN da sein müssen.

Das Gebäude der Vereinten Nationen am New Yorker East River | Bildquelle: dpa
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Das Gebäude der Vereinten Nationen am New Yorker East River.

Damit meint er wohl vor allem die USA. Guterres sitzt daneben, nickt, wird danach sagen, was ihm den Schlaf raube: die Bürokratie. Sein Versprechen: Alle seien hier um zu dienen, der Menschheit. Guterres hofft auf Trump den Partner - nicht den Gegner. "Wir alle wollen eine UN des 21. Jahrhunderts, die sich um Menschen kümmert, nicht um Abläufe. Die Effizienz ist nicht bürokratisch", sagt Guterres.

128 Nationen haben die Deklaration bis zum Morgen unterschrieben. Haley sagt es ein kleines bisschen stolz zu ihrem Chef.

65 Nationen fehlen, darunter auch die Russen. Die wollen sich von den USA nicht vorschreiben lassen, welche Reform sie unterstützen. Ende der Sitzung. Erster Auftritt Trumps pannenfrei geschafft. Vier Tage bleibt der Präsident. Morgen folgt seine Rede im Weltsaal.

Erster Auftritt von Donald Trump bei den UN
Georg Schwarte, ARD New York
18.09.2017 17:13 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 18. September 2017 um 19:00 Uhr.

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