Eine Gruppe von Rohingya-Flüchtlingen an der Grenze nach Bangladesch | Bildquelle: REUTERS

UNHCR-Bericht Staatenlose - verfolgt und diskriminiert

Stand: 03.11.2017 11:29 Uhr

Die UN haben ein Ende der Diskriminierung und Verfolgung der rund zehn Millionen staatenlosen Menschen auf der Welt gefordert. Staatenlose seien in vielen Ländern von Gesundheitsversorgung und Schulbildung ausgeschlossen, dürften kein Bankkonto eröffnen und nicht heiraten.

Staatenlose dürfen nicht länger diskrminiert und verfolgt werden: Das forderte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi. Wie die Rohingya in Myanmar litten Staatenlose überall darunter, dass ihnen grundlegende Rechte systematisch vorenthalten würden.

Grandi verlangte, dass die Betroffenen bis 2024 eine Staatsangehörigkeit erhalten sollten. Alle diskriminierenden Gesetze, die Menschen die Staatsangehörigkeit aufgrund ethnischer, religiöser oder sprachlicher Gründe verweigern, müssten aufgehoben werden.

Vereinte Nationen fordern Abschaffung von Staatenlosigkeit
tagesschau 20:00 Uhr, 03.11.2017, Wolfgang Wanner, ARD Genf

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Ohne Zugang zum eigenen Bankkonto

In vielen Ländern seien Staatenlose von Gesundheitsversorgung und Schulbildung ausgeschlossen. Sie hätten kaum Möglichkeiten, anständige Arbeitsstellen zu finden. Vielfach dürften sie kein Bankkonto eröffnen oder eine Immobilie erwerben. Sogar die Heirat werde vielfach nicht gestattet.

Grandi sprach sich dafür aus, dass alle Kinder in dem Land ihrer Geburt die Staatsangehörigkeit erhalten. In vielen Ländern wie in Deutschland ist das nicht der Fall. Alle Mütter müssten das Recht haben, ihre Staatsbürgerschaft an ihre Kinder weiterzugeben. Etliche Staaten verwehrten den Müttern dieses Recht. So würden Kinder, deren Vater nicht ausfindig zu machen ist, oft als Staatenlose geboren.

In den vergangenen Monaten sorgte das Schicksal der Rohingya weltweit für Empörung. Eine Offensive der Streitkräfte Myanmars vertrieb mehr als 600.000 Angehörige der muslimischen Minderheit ins Nachbarland Bangladesch. Die Rohingya sind laut UN die größte Gruppe staatenloser Menschen weltweit.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. November 2017 um 12:00 Uhr.

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