Islamisten verüben Anschlag in Somalia 19 Tote bei Angriff auf UN-Mission

Stand: 19.06.2013 18:52 Uhr

Extremisten der islamistischen Al-Schabaab-Miliz haben einen Anschlag auf die Hilfsmission der Vereinten Nationen in Somalia verübt. Bei heftigen Kämpfen um den UN-Gebäudekomplex in der Hauptstadt Mogadischu wurden nach amtlichen Angaben mindestens 19 Menschen getötet. Nach UN-Angaben wurden mindestens neun UN-Angestellte getötet, darunter drei Ausländer. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich schockiert über die Attacke.

Alle Angreifer starben

Mit einer Autobombe sprengten die Attentäter das Haupttor. (Bildquelle: AFP)
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Mit einer Autobombe sprengten die Attentäter das Haupttor.

Außerdem wurden nach Polizeiangaben mindestens drei somalische Zivilisten in der Nähe des Komplexes getötet, als sie in die Schusslinie gerieten. Bei der gut einstündigen Schießerei mit dem Sicherheitspersonal und mit Soldaten starben alle sieben Angreifer.

Der Angriff begann mit der Zündung einer Autobombe, die das Eingangstor aufriss. Dann stürmten die Islamisten, die Uniformen des somalischen Militärs trugen, auf das Gelände und in das UN-Gebäude und schossen um sich. Somalische Soldaten und Soldaten der Afrikanischen Union hätten den Komplex gestürmt und die Angreifer getötet. Nach anderthalb Stunden waren die Gefechte beendet. Die Lage sei wieder unter Kontrolle, sagte ein Polizeisprecher.

Al Schabaab bekennt sich

Die mit dem Al-Kaida-Netzwerk in Verbindung stehende somalische Al-Schabaab-Miliz bekannte sich zu dem Angriff. UN-Generalsekretär Ban sei "tief besorgt und empört" über den "verabscheuungswürdigen Angriff", teilte sein Sprecher Martin Nesirky mit. Die UN-Mission UNSOM werde sich dadurch aber nicht abschrecken lassen, sondern ihre Arbeit fortsetzen.

Der Gebäudekomplex mit Wohn- und Büroeinheiten befindet sich in der Nähe des Flughafens von Mogadischu, dem Stützpunkt der Truppen der Afrikanischen Union in der somalischen Hauptstadt. Das UN-Gebäude wird aber von eigenen Sicherheitsleuten bewacht.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. Juni 2013 um 20:00 Uhr.

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