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UN-Sicherheitsrat

Nach Raketenstart im Dezember

UN-Sanktionen gegen Nordkorea - China stimmt mit

Nach einem Raketenstart im Dezember hat der UN-Sicherheitsrat die bereits bestehenden Sanktionen gegen Nordkorea ausgeweitet. Mehrere ranghohe Mitarbeiter der an dem Start beteiligten nordkoreanischen Unternehmen dürfen ab sofort nicht mehr ins Ausland reisen, hieß es in der einstimmig verabschiedeten Resolution. Zudem werden ihre Auslandskonten und die ihrer Unternehmen eingefroren. Der Rat hatte den Raketenstart bereits zuvor scharf verurteilt, weil er bestehende Resolutionen des Gremiums verletze.

Die neuen Sanktionen gelten für vier in der Resolution namentlich genannte nordkoreanische Manager und sechs Unternehmen, unter anderem Banken, Weltraumtechnik- und Handelsfirmen.

Kein Veto aus China

Ein Südkoreaner verfolgt den Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete
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Ein Südkoreaner verfolgt den Start der Rakete Mitte Dezember in den Fernsehnachrichten.

Auch China stimmte für die Resolution gegen das kommunistische Land - nach wochenlangen Verhandlungen. Denn ursprünglich hatte Nordkoreas wichtigster Verbündeter nur eine weitere Erklärung mit einer Verurteilung angestrebt und wollte keine neuen Sanktionen. Die nun verabschiedete Resolution sei ein Kompromiss, an dem vor allem die USA und China wochenlang gearbeitet hätten, hieß es aus Diplomatenkreisen.

Auch Russland legte kein Veto ein. Aus Moskaus Sicht sei der nordkoreanische Raketenstart ein Verstoß gegen frühere UN-Resolutionen, zitierte die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti den russischen UN-Botschafter Witali Tschurkin. "Deswegen muss der Sicherheitsrat antworten."

Nordkorea kündigt nach UN-Resolution Ende der Denuklearisierung an
P. Kujath, ARD Tokio
23.01.2013 07:44 Uhr

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Raktetentest für Atomprogramm?

Nordkorea kündigte in einer ersten Stellungnahme "physische Aktionen zur Ausweitung und Stärkung unserer militärischen Selbstverteidigungskräfte" an. Dies schließe auch die "atomare Abschreckung" mit ein. Internationalen Verhandlungen über Nordkoreas Atomprogramm erteilte das Außenministerium eine klare Absage.

Das stalinistisch regierte Land hatte in den Jahren 2006 und 2009 Atomwaffentests vorgenommen und damit international Empörung ausgelöst. Vorausgegangen waren jeweils Tests von Langstreckenraketen. Zuletzt schoss Nordkorea am 12. Dezember eine Langstreckenrakete ab - nach amtlichen Angaben, um einen Beobachtungssatelliten für Forschungszwecke ins All zu befördern. Der Westen vermutet jedoch hinter dem Start einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm.

Seit 2006 verhängten die UN bereits mehrfach Sanktionen gegen das Land. Zuletzt standen auf der Liste elf Banken, Handelsunternehmen und andere Institutionen, deren Guthaben eingefroren wurden. Nordkorea wurde nicht nur die Einfuhr von Atom- und Raketentechnik, sondern auch von Luxusgütern wie Champagner und Edelkarossen untersagt. Auch für fünf Einzelpersonen galten Sanktionen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 23. Januar 2013 um 09:00 Uhr.

Stand: 22.01.2013 22:58 Uhr

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